Wohlige Stimmung auf der Jagdversammlung Atzing

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Erstmals war Pfarrer Klaus Hofstetter als Kirchwald-Besitzer Gast bei der Versammlung der Atzinger Jagdgenossen.

Prien - Die Chemie innerhalb der Jagdgenossenschaft Atzing stimmt - dies zeigte sich erneut bei der heurigen Jagdversammlung. Doch neben der guten Stimmung gab es auch kritische Töne:

Bauern, Grundstücks- und Waldbesitzer sowie Jäger haben innerhalb der Jagdgenossenschaft Atzing ein gutes, ja freundschaftliches Miteinander und Auskommen. Das zeigte sich bei der heurigen Jagdversammlung, dessen Bestandteil auch ein von den Jägern gestiftetes und von der Wirtsfamilie im Gasthof Stocker wohl zubereitetes Rehragout-Essen war. Daran, aber nicht nur daran erfreuten sich auch Priens neuer Pfarrer Klaus Hofstetter und Priens Bürgermeister Jürgen Seifert.

Zunahme von freilaufenden Hunden problematisch

Bei aller Übereinstimmung untereinander von Jagdgenossen und Jägern zu Themen wie Waldbegehung, Wildverbiß und Abschussplan gab es auch kritische Töne. Bedenklich ist zum Beispiel die Zunahme an freilaufenden Hunden. Erst in jüngster Zeit kamen in der Nähe von Prutdorf zwei Rehe zu Tode, eines verfing sich bei ihrer Flucht in einem Zaun, das andere wurde gerissen. Noch mehr Aufklärung gegenüber der Bevölkerung und den Hundehaltern soll deshalb angestrebt werden, dies will auch Priens Bürgermeister Jürgen Seifert unterstützen, der in seinem Grußwort den in Atzing spürbar funktionierenden Dialog zwischen Bauern und Jägern hervorhob.

Gegen Beschädigungen durch Biber muss vorgegangen werden

Vom Glück, innerhalb der Jagdgenossenschaft Atzing, Kirchwaldbesitzer zu sein, hat Pfarrer Klaus Hofstetter zwar schon erfahren; bislang hat die Zeit zum Anschauen noch nicht gereicht, aber demnächst will sich der Pfarrer vom Kirchenwaldbesitz auch persönlich ein Bild machen. In den Berichten von Schriftführer Thomas Maier, Kassier Franz Zierer und Vorstand Hans Rauch sowie von Jäger-Sprecher Michael Schlosser senior wurden weitere Themen angesprochen. Unter anderem, dass den Bibern, die in der Nähe von Siggenham und Griebling schadensanrichtend aktiv sind, nicht tatenlos zugesehen werden kann. Um eine wirksame Bekämpfung mit den Behörden zu erreichen, sollen alle Schäden möglichst umgehend und mittels neuer, vereinfachter Formulare gemeldet werden.

68.000 erlegte Wildsäue in 20 Jahren

Interessant war zu erfahren, dass vor 20 Jahren in Bayern insgesamt 6.000 Wildsäue erlegt werden mussten – inzwischen sind es 68.000, im Landkreis Rosenheim waren es heuer 80 Stück. Die Jäger von Atzing haben in diesem Jahr auch rund 100 Krähen erlegt. In der freien Aussprache bat Bauer Peter Huber aus Siegharting, der auch zukünftig Ansprechpartner für den vormals bei der Jagdgenossenschaft beheimateten und nach nunmehr einstimmigen Beschluss privatisierten Klauenstand bleibt, den Priener Bürgermeister, sich für eine möglichst rasche Sanierung der inzwischen wegen Hochwasser-Einfluss gesperrten Achenbrücke zwischen Priener und Riederinger Gemeindegebiet einzusetzen, weil diese Brücke vor allem von der Land- und Forstwirtschaft gebraucht wird. Bürgermeister Seifert versprach Unterstützung und Kontaktaufnahme mit seinem Kollegen von der Gemeinde Riedering, die Baulastträger dieser Brücke ist.

Abschließend bedankte sich Vorstand Hans Rauch bei den Jägersfrauen für den abendlichen Service sowie für Kaffee und Kuchen und Zweiter Vorstand Albert Niedermayer sagte seinerseits Hans Rauch Dank für dessen ausgewogene Führung zum Wohle eines guten Miteinanders von Jagdgenossen und Jägern in Atzing.

Quelle: rosenheim24.de

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