Am Montagabend in Prien am Chiemsee

Polizei: "Linksautonome fordern Einsatzkräfte heraus"

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"Linksautonome fordern Einsatzkräfte heraus": Das war der Montagabend in Prien am Chiemsee.
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Prien am Chiemsee – Ein Jahr nach dem Mord an Farima S. vor einem Supermarkt ist es dort am Montagabend kurzfristig zu einer Ausschreitung von Seiten des linksautonomen Spektrums gekommen.

Die Kundgebung des linken Spektrums gegen eine vom „Bündnis Chiemgau gegen Gewalt“ initiierten Trauerfeier (…) der ermordeten (…) Farima S. nahm leider nicht den gewünschten friedlichen Verlauf“, heißt es in der Pressemeldung der Polizei zum Versammlungsgeschehen am Montagabend. 25 bis 30 Linksautonome hielten die zahlreichen Polizeikräfte auf Trapp.

Es kam zum Einsatz von Pfefferspray. Kurz nach 18 Uhr hatten die Linksautonomen versucht, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Nach wenigen Minuten war der Aufruhr beendet. Der weitere Ablauf der Versammlung verlief dann weitgehend störungsfrei.

Die „linke“ Seite:

Nachdem das „Bündnis Chiemgau gegen Gewalt“ eine Gedenkfeier für die am 29. April 2017 ermordete Afghanin Farima S. angekündigt hatte, war Empörung aufgekommen. Man missbrauche diese schreckliche Tat für antimuslimischen Rassismus, so die Infogruppe Rosenheim im Vorfeld.

Die Trauer um die Opfer wird missbraucht, um Ausgrenzung und nationale Abschottung als sinnvolle und erstrebenswerte Antwort auf Trauer und Schrecken erscheinen zu lassen. Der heuchlerische ´Feminismus von rechts´ instrumentalisiert sexuelle und patriarchale Gewalt für rechte Hetze.“ Das steht im Aufruf des Ortsverbandes von Bündnis90/Die Grünen an dieser Gegenveranstaltung des Bündnisses „Chiemgau gegen Gewalt“.

Rund 100 sind laut Polizeibericht am Montagabend gekommen, inklusive der Linksautonomen. Letztere sind klar abzugrenzen von der Mehrzahl der Teilnehmer, die an einer friedlichen Meinungsäußerung interessiert waren und insbesondere von der Partei "Die Linken".

Polizei: "Linksautonome fordern Einsatzkräfte heraus"

Die „rechte“ Seite:

Man habe den sich gejährten Todestag zum Anlass genommen, der 2017 Ermordeten Farima S zu gedenken, hieß es von Seiten des Bündnisses „Chiemgau gegen Gewalt“. Während einer kurzen Ansprache wurden am Montagabend auch Namen weiterer Frauen verlesen, die Opfer von Gewalt geworden waren. Solche Täter kämen aus einem anderen Kulturkreis

Im Anschluss haben die rund 50 Teilnehmer der Veranstaltung das "Vaterunser" für die zum Christentum konvertierte Farmima S. und die anderen Todesopfer gebetet und schließlich ein Gesteck und ein Kreuz vor dem Supermarkt niedergelegt. Nach einer Schweigeminute löste sich diese Versammlung gegen 18.30 Uhr nach insgesamt etwa einer halben Stunde auf. 

Bereits im Vorfeld war diese Versammlung als nicht-politisch angekündigt worden. Auf Facebook wird der Kreisverband der AfD Traunstein als "Gastgeber" genannt

Die Polizei:

"Die Polizeiinspektion Prien war mit eigenen und den ihr unterstellten Kräften der Bereitschaftspolizei, den Einsatzzügen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und mit Unterstützung der Bundespolizei (Bahnhofsicherung) im Einsatz. Nur der hohe Kräfteansatz ermöglichte ein zeitnahes und effektives Einwirken auf die Störungen und die Gewährleistung der Versammlungsausübung der an einer friedlichen Meinungsäußerung interessierten Mehrzahl der Teilnehmer." (Pressemeldung der Polizei) 

Quelle: rosenheim24.de

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