Traunsteiner Christophe Levannier neuer Vorstand

"Mr. Chiemgauer" gibt Vorsitz ab

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Die neue Vorstandschaft des "Chiemgauer"-Vereins: "Vize" Christian Gelleri, sein Nachfolger als Erster Vorsitzender Christophe Levannier, Schriftführer Matthias Leippe und Schatzmeisterin Ulli Unterreitmeier (von links).

Prien - Christian Gelleri, der "Mr. Chiemgauer", rückt ins zweite Glied: Nach neun Jahren hat der Initiator und Gründer den Vorsitz des "Chiemgauer"-Vereins abgegeben und ist nun "Vize".

Zu seinem Nachfolger ist bei der Jahreshauptversammlung im "Bayerischen Hof" Christophe Levannier aus Traunstein gewählt worden. Die Vorstandschaft wird vervollständigt von Schriftführer Matthias Leippe, der wiedergewählt wurde, und der neuen Schatzmeisterin Ulli Unterreitmeier aus Traunstein.

Nach ausführlicher Aussprache wurden je zwei Kandidaten für die Posten der beiden Vorsitzenden vorgestellt. Levannier wurde mit 64 Stimmen gewählt, 20 entfielen auf seinen Gegenkandidaten Dominik Sennes. Gelleri wurde mit 63 Stimmen zum Stellvertreter gewählt und setzte sich damit gegen Andreas Stürzl durch, der 21 Stimmen erhielt. Leippe und Unterreitmeier wurden ohne Gegenkandidaten gewählt.

Zuvor war über eine Stunde lang über eine Änderung der Satzung diskutiert worden. Eine von der Mitgliederversammlung vor einem Jahr eingesetzte Arbeitsgruppe um Andreas Stürzl hatte umfangreiche Änderungsvorschläge ausgearbeitet. Gleichzeitig hatte auch der Vorstand die Satzung überarbeitet und einige Änderungen vorgestellt. Es gehe dabei, so Stürzl für die Arbeitsgruppe, um "für jeden verständliche Strukturen". Allerdings gingen die Meinungen, wie das aussehen sollte, sehr weit auseinander.

Hauptdiskussionspunkte waren unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft, mögliche Doppelfunktionen, die Zusammensetzung und Kompetenzen der Vorstandschaft. Gelleri wandte sich wegen "komplizierter Verbotsregeln" gegen den Vorschlag der Arbeitsgruppe, der Vorschlag des Vorstands wurde schließlich mehrheitlich angenommen.

Gelleri nannte in seinem Rückblick "im Umfeld des Euro in der Krise" eindrucksvolle Zahlen. So habe der "Chiemgauer"-Verein 3296 Mitglieder (plus acht Prozent), und 1,7 Millionen "Chiemgauer" seien 2011 eingetauscht worden (plus 15 Prozent).

50000 "Chiemgauer" seien als Förderung an die beteiligten Vereine und Organisationen ausgezahlt worden (plus 15 Prozent). Die Umlaufgeschwindigkeit des "Chiemgauers" sei 2,5-mal schneller als die des Euro.

Viel Zeit sei für Öffentlichkeitsarbeit investiert worden, berichtete Gelleri weiter. Er sei beispielsweise zu Gast in der Fernseh-Talkshow bei Reinhold Beckmann gewesen - zusammen mit Theo Waigel, der inzwischen seine Meinung geändert habe und die Regionalwährung gut finde.

Abschließend sprach Gelleri über die Ehrenamtsbilanz: Mindestens 500 ehrenamtliche Stunden habe er selber geleistet, zusammen etwa 1000 die weiteren Vorstandsmitglieder Elisabeth Koch und Levannier sowie die Regionalgruppenleiter Klaus Kopp, Peter Fochler und Elke Mathe.

Zu Beginn der Versammlung hatte Levannier als Leiter des Traunsteiner "Chiemgauer"-Regionalbüros über die Regionalgruppe Traunstein-Trostberg berichtet - mit drei "Highlights": Es gebe jetzt eine Geschäftsstelle mitten in Traunstein, es seien mit fünf Kommunen Fördermitgliedschaften abgeschlossen worden und die Regionalgruppe habe sich bewusst durch Wahlen legitimiert, bei denen Mathe zur Leiterin gewählt worden sei.

edh/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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