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Bürger helfen Bürgern

Neuer Priener Verein will durch Nachbarschaftshilfe ohne Bürokratie-Hürden unterstützen

Neues Nachbarschaftshilfe-Projekt geplant: Verein „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee e.V.“ vor der Gründung.

Prien – Was in Bernau und Rimsting schon seit Längerem funktioniert, soll nun bald auch in Prien umgesetzt werden: Bürger helfen Bürgern ist das Stichwort für ein neues Nachbarschaftshilfe-Projekt mit Namen „Hilfe für Bürgerinnen und Bürger Prien am Chiemsee e.V.“, das von der Katholischen und Evangelischen Kirche, der Diakonie, der Caritas, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie dem Sozialdienst Katholischer Frauen getragen wird. Der neu zu gründende Verein wird ein „niedrigschwelliges Angebot für Menschen schaffen, das Hilfe im Alltag unkompliziert ermöglicht“, so das formulierte Ziel. Dabei fungiert der Verein als eine Art Anlaufstelle und Wegweiser, um Hilfsbedürftige und Helfer zusammenzubringen.

Hilfe bei alltäglichen Dingen anbieten

Wie Dritter Bürgermeister und Sozialreferent Martin Aufenanger im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung erklärte, soll damit ein unbürokratischer Zugang zu einer Unterstützung geschaffen werden, ohne dass bürokratische Hürden bei der Gemeinde oder bei sozialen Einrichtungen überwunden werden müssen. „Die Idee dahinter ist, dass – ganz im Sinne von ‚Bürger helfen Bürgern‘ – Hilfe bei alltäglichen Dingen angeboten wird“, so Aufenanger.

Ehrenamtliche würden als eine Art Vermittlungsstelle fungieren, die die Hilfe beim Rasenmähen, beim Heckenschneiden oder bei kleineren handwerklichen Arbeiten im Haushalt organisiert – ohne dass sich die Betroffenen durch den Behörden-Dschungel kämpfen müssen. „Wir wollen dabei auf keinem Fall als Konkurrenz zu ansässigen Handwerksbetrieben oder den sozialen Institutionen verstanden werden, sondern eher als eine Art organisierte Nachbarschaftshilfe“, betonte Aufenanger. Die Unterstützung soll kostenlos beziehungsweise gegen eine Spende geleistet werden.

„In den Bürgerwerkstätten der Gemeinde habe ich ausreichend Erfahrung gesammelt und festgestellt, dass viele Bürger und Bürgerinnen gerne andere unterstützen – sei es aus großem Engagement heraus oder um dem eigenen Alltagstrott zu entkommen und neue Menschen kennenzulernen“, erklärte Aufenanger.

Vorbereitungen zur Gründung laufen an

Derzeit laufen die Vorbereitungen zum Aufbau des neuen Vereins, die Satzung steht bereits als Entwurf. Um die Gründung in einer größeren Zusammenkunft umsetzen zu können, wurde der Termin auf den heurigen September verschoben. Mit dabei sind neben Aufenanger und dem ehemaligen Zweiten Bürgermeister und Sozialreferenten Hans-Jürgen Schuster als Vertreter der Diakonie der katholische Gemeindereferent Werner Hofmann, der evangelische Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, die Geschäftsführerin des Sozialdienstes Katholischer Frauen, Iris Hinkel, die Vertreterin des Caritas-Zentrums Prien, Verena Hinze sowie die Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Prien, Elke Flender-Back.

Weitere Interessierte sind ausdrücklich willkommen: Martin Aufenanger: „Wer immer Lust hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen, zur Gründungsversammlung am Freitag, 17. September, um 19 Uhr in den Chiemsee Saal zu kommen.“

Große Starthilfe dank Spende

Eine großzügige Starthilfe in Höhe von 5000 Euro bekam das neue soziale Nachbarschaftshilfe-Projekt bereits Anfang Juni durch Vermittlung von Hans-Jürgen Schuster. Der Verpächter der „Mesner Stub’n“ in Urschalling ließ als Spender den Scheck durch Wirt und Koch Martin Obermüller überreichen.

Wie Schuster erläuterte, stamme die Idee zu dem sozialen Projekt noch aus der Zeit des von ihm geleiteten „sozialen runden Tischs“ der Marktgemeinde. Die Kooperation mit dem Verpächter der „Mesner Stub’n“ sei quasi in Nachbarschaftshilfe entstanden, stehe sein Elternhaus doch direkt vis-à-vis zum gemütlichen Wirtshaus. Nicht jeder könne auf eine hilfsbereite Familie zurückgreifen, betonte Schuster. Damit auch jene unkomplizierte Unterstützung erhielten, sei das Projekt gedacht, das hoffentlich bald vielen in der Chiemsee-Gemeinde eine große Stütze sei.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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