Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bauausschuss ebnet den Weg

Auf einem Areal von rund 2400 Quadratmetern im Ortszentrum: Neue Wohnungen für Prien

An der Hochriesstraße soll alte ein Wohn- und Geschäftshaus abgerissen und neu gebaut werden. Die Marktgemeinde sichert sich die Vergabe zweier Wohnungen.
+
An der Hochriesstraße soll alte ein Wohn- und Geschäftshaus abgerissen und neu gebaut werden. Die Marktgemeinde sichert sich die Vergabe zweier Wohnungen.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
    schließen

In die nächste Runde geht die Marktgemeinde Prien mit der Arbeit am Bebauungsplan „Hochriesstraße – Hochplattenstraße“ nach einem einstimmigen Beschluss in der jüngsten Sitzung des Bauausschuss.

Prien – Für ein Areal von rund 2400 Quadratmetern im Ortszentrum sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Wohnhauses sowie eines Wohn- und Geschäftshauses geschaffen werden.

Mit dem Thema hatte sich der Bauausschuss des Marktgemeinderats in jüngster Sitzung erneut zu beschäftigen. Nach der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs lagen dem Gremium jetzt die eingegangenen Einwendungen und Anregungen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange vor – die sich in Grenzen hielten.

Nachverdichtung mitten im Ort

Der Bauwerber hatte im vergangenen Jahr die formlose Anfrage gestellt, ob er auf seinem Grund an der Hochriesstraße Ecke Hochplattenstraße neu bauen darf. Die drei bestehenden Gebäude – zwei Einfamilienhäuser sowie ein Wohn- und Geschäftshaus – sollen abgebrochen werden.

Marktgemeinderat begrüßt Nachverdichtung

Der Marktgemeinderat war sich in seiner November-Sitzung 2020 einig, diesem Wunsch zu entsprechen, weil dadurch im Ortszentrum die Gelegenheit für eine bauliche Nachverdichtung gegeben werde, wie es in der Begründung hieß. Deshalb brachte das Gremium für das Gebiet „Hochriesstraße – Hochplattenstraße“ einen Vorhaben bezogenen Bebauungsplan auf den Weg, um verbindlich zu regeln, wie die Grundstücke bebaut werden dürfen.

„Wenn wir dem Bauherrn entgegenkommen, erwarten wir aber unter anderem auch, dass ein Teil der Flächenmehrung als Wohnungen mit einem sozialverträglichen Mietpreis zur Verfügung gestellt wird“, erinnerte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Zudem habe sich die Marktgemeinde das Vorschlagsrecht für die Vermietung zweier Wohnungen gesichert.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Prien

Das Sachgebiet Bauleitplanung des Landratsamtes Rosenheim machte in seiner Stellungnahme zum Bebauungsplanentwurf bauplanrechtliche Anmerkungen, trug aber keine weiteren Bedenken vor. So auch das Sachgebiet Naturschutz, das auf den Schutz der Vogelbrutzeit zwischen dem 1. März und dem 30. September verwies und in dieser Zeit Gehölzfällungen ausschließt.

Klare Forderungen stellte das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim im Umgang mit anfallendem Niederschlagswasser: Primär soll eine Versickerung flächenhaft über den bewachsenen Oberboden der unbebauten Grundfläche erfolgen. Sofern die hydrologischen Verhältnisse es zulassen, sei eine Versickerung des Regenwassers auch über Rigolen möglich.

Regenwasser: Konzept gefordert

Sickerschächte akzeptiere die Behörde nicht, hieß es in dem Schreiben. Sie fordert von der Marktgemeinde, „eine Erschließungskonzeption zur schadlosen Niederschlagswasser-Beseitigung“ aufzustellen.

Ein Nachbar bittet die Marktgemeinde, auf der gesamten Länge zu seinem Grundstück „eine lebende, immergrüne Hecke aus schnittverträglichen Sträuchern als Sichtschutz“ pflanzen zu lassen. Eine derartige Hecke sei auf der Grenze bislang Bestand. Im Bereich des Carports könne auch eine Betonmauer mit einer Höhe von 1,80 Meter als optische Trennung dienen.

Wunsch des Nachbarn nach Hecken steht nichts entgegen

Die in der Stellungnahme des Nachbarn geforderte Hecke und Einfriedung stehe den Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht entgegen, hieß es unter anderem in der entsprechenden Beschlussvorlage.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses waren sich einig, alle eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen in den aktuellen Vorentwurf des Planungsbüros Lindner, Rimsting, einzuarbeiten. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die weiteren Verfahrensschritte einzuleiten.

Kommentare