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Polizei ermittelt nach Mord in Prien in alle Richtungen

In welcher Beziehung standen Täter und Opfer?

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Am Tatort wurden Kerzen und Blumen niedergelegt.

Prien am Chiemsee - Der brutale Mord von Prien hat die Region geschockt. Am Samstagabend hatte ein 29-jähriger Afghane eine 38-jährige Landsfrau vor einem Lidl-Supermarkt auf offener Straße niedergestochen.

Die Frau, die laut Angaben von Augenzeugen extrem viel Blut verloren hat, erlag wenig später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Besonders furchtbar: Die beiden Kinder des Opfers (5 und 11 Jahre alt) mussten die brutale Tat live mitansehen. Passanten und ein Polizist, der zum Tatzeitpunkt eigentlich frei hatte, überwältigten schließlich den Täter und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Am Tatort in der Franziska-Hager-Straße sind inzwischen im Gedenken an das Opfer Kerzen und Blumen niedergelegt worden. Viele Fragen sind jedoch auch am Vormittag danach noch ungeklärt. Völlig unklar ist, in welcher Beziehung Täter und Opfer zueinander standen. Fest steht nur, dass beide als Asylbewerber in der Region gemeldet waren. "Über eine mögliche Vorbeziehung können wir derzeit nichts sagen. Das muss alles genau ermittelt werden, was sich angesichts der Sprachbarriere jedoch nicht einfach gestaltet", erklärte Fiona Schwarzbraun vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de. Demzufolge sei auch das Motiv für die fürchterliche Tat noch total unklar.

Tathergang völlig unklar

Auch zum Tathergang und zur Tatwaffe gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Auch das sei Gegenstand der derzeitigen, umfangreichen Ermittlungen, so die Sprecherin weiter. Den Hinweis eines Users von rosenheim24.de, wonach es sich bei der Tatwaffe angeblich um eine Machete handeln solle, wollte die Polizei nicht bestätigen. Zudem ist unklar, wie oft der Täter mit seiner Waffe zugestochen hat. Zeugen sprachen gegenüber rosenheim24.de von einem "blutüberströmten Opfer" oder in "Blut getränkten Turnschuhen".

Bilder vom Tatort am Lidl-Supermarkt

 © Rosemarie Ammelburger
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Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftantrag gegen den Täter gestellt. Über diesen soll im Laufe des Tages durch einen Richter entschieden werden. Zudem wird die Leiche in den nächsten Tagen in München obduziert. Wann genau die Obduktion stattfinden wird, war am Sonntagvormittag zunächst noch unklar. Erst wenn die Ergebnisse dieser vorliegen würden, könne man vermutlich mehr über den Tathergang sagen. "Das Ganze ist eine langwierige Geschichte. Die Ermittlungen laufen, aber wir brauchen dazu eben auch Dolmetscher", so Schwarzbraun abschließend.

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