Bürgermeisterwahl in Prien

Wo drückt der Schuh bei den Prienern?

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Prien - Wo kann man in Prien parken und wo kann das Priener Pflegepersonal zukünftig kostengünstiger wohnen? Michael Anner diskutierte mit den Wählern problematische Themen.

CSU Bürgermeisterkandidat Michael Anner stellt den Prienern sein Team vor und wollte wissen „wo der Schuh drückt“. Viele Priener Bürgerinnen und Bürger drängten sich in dem übervollen Nebenraum der Gaststätte "Alpenblick", um zum ersten Mal in einer öffentlichen Versammlung das Team des Priener Bürgermeisterkandidaten Michael Anner kennen zu lernen und über aktuelle Priener Probleme zu diskutieren.Zuvor jedoch begrüßte Anner die Anwesenden und berichtete dann in einer launigen Ansprache über die Arbeit im derzeitigen Marktgemeinderat.

Trotz verschiedener Erfolge - nicht zuletzt durch die sachorientierte Mitarbeit der CSU - könne aber die Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Gemeinderat noch erheblich verbessert werden. Anner wolle als Bürgermeister "Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger" werden. Wichtig dabei sei für ihn Teamarbeit statt Alleingänge, größtmögliche Transparenz, aber auch das "Zuhören und das Mitnehmen, und zwar für alle". An mehreren Beispielen demonstrierte Anner, wie bessere und schnellere Entscheidungen des Gemeinderates möglich gewesen wären, wenn – an Stelle einer detaillierten Vorbereitung "im stillen Kämmerlein" – gute Ideen aus dem Kreis der Gemeinderäte und der Bürger von vornherein einbezogen worden wären.

Für seine zukünftige Arbeit im Priener Gemeinderat stellte Anner vier Themenfelder in den Vordergrund: Bezahlbares Wohnen werde gerade für die in der Marktgemeinde arbeitenden Menschen (von denen die meisten nicht zu den "Besserverdienenden" gehören) immer mehr zum Problem. Als Beispiel nannte Anner Pflegepersonal in Seniorenheimen und Krankenhäusern. "Einheimischenmodelle" für Priener Bauherren seien zwar gut, würden aber gerade diesem Personenkreis kaum helfen. Nötig sei daher auch eine verstärkte Förderung des Baus günstiger Mietwohnungen an dafür geeigneten Stellen in Prien.

Die Verkehrsprobleme seien – den Versprechungen der Gemeindeführung vor sechs Jahren zum Trotz – nach wie vor ungelöst. Das Umleiten des Durchgangsverkehrs zur Autobahn über eine leistungsfähige Ortsumgehung bleibe eine langfristige Aufgabe; die Umgehung Prutdorf sei hierfür ein erster Schritt. Der Parksuchverkehr könnte durch Schaffung einer zentralen Parkmöglichkeit nahe der Ortsmitte wesentlich reduziert werden. In diesem Zusammenhang verwies er insbesondere auch auf die Bedeutung der Neugestaltung des Bahnhofumfeldes.

Bei der Verbesserung der Infrastruktur sprach sich Anner leidenschaftlich dafür aus, vermeintlich sparsame Kurzfristlösungen durch wirtschaftliche Gesamtkonzepte zu ersetzen. Das betreffe nicht nur den Sanierungsstau bei den Straßen, sondern auch Projekte wie eine mögliche Sanierung des Kursaals, das Heimatmuseum und den behindertengerechten Ausbau der Wege. Daneben will sich Anner für die Verbesserung der Priener Spielplätze und die Sanierung des Kunstrasenplatzes einsetzen.

Für den Tourismus müsse Prien eine langfristige Vision entwickeln und nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden umsetzen. Um mehr kaufkräftige Mehrtages-Touristen nach Prien zu bringen, sei möglicherweise der Bau eines weiteren qualitativ hochwertigen Hotels nötig, aber auch die Einrichtung eines attraktiven Platzes für Wohnmobile.

Zum Abschluss seiner Rede gab Anner seiner Hoffnung auf ein gutes Wahlergebnis Ausdruck, versprach aber auch: "Keiner muss Angst haben, dass die Stimmung und das Miteinander im Gemeinderat wieder schlechter wird. Er und seine Mannschaft werden alles dafür tun ein positives und sachliches Arbeitsklima mit allen Fraktionen zu schaffen".

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich die 24 Gemeinderatskandidaten der CSU den Bürgern persönlich vor. Bei der anschließenden Diskussion mit den Priener Bürgern standen drei Themen im Vordergrund: Die zahlreichen Parkprobleme, die weitere Entwicklung des Priener Ortsbildes einschließlich der notwendigen Sanierungen, sowie der Umgang mit der Chiemsee-Schutzverordnung. Bevor Anner die Versammlung schloss, gab er den Hinweis, dass die Diskussion beim Besuch des Ortsteils Atzing bei der dortigen Veranstaltung am kommenden Dienstag, den 28. Januar, um 19.30 Uhr im Gasthof Stocker, gerne fortgeführt werden könne. 

Pressemitteilung CSU Ortsverband Prien

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Pressemitteilung CSU Ortsverband Prien

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