Sanierung der Kampenwandstraße in Prien

"Es hat uns alle überrascht" - Anwohner sollen 90 Prozent der Kosten tragen

  • schließen

Prien am Chiemsee - Die Kampenwandstraße ist 40 Jahre alt und muss dringend saniert werden. Die Gemeinde deklariert die Sanierung als "Ersterschließung" und bittet die Anwohner zur Kasse. Die laufen dagegen Sturm.

Die Sanierung der Kampenwandstraße in Prien erregt die Gemüter der Anwohner. Den Hauptanteil an Kosten nämlich sollen sie tragen. Seit März 2018 wird dort gebaut, Anfang August wurde der erste Teil fertiggestellt. Die Kampenwandstraße ist die erste Altstraße in Prien, bei der die Gemeinde sich auf die "Strebs" beruft und somit die aufwändige Sanierung nach über 40 Jahren als Ersterschließung mit einer Kostenbeteiligung der Anlieger von 90 Prozent abrechnen möchte. Dagegen wehren sich die Anlieger, schalteten sogar einen Anwalt ein.

"Es hat uns alle überrascht"

 "Niemand der ca. 100 Bewohner und Anlieger und Mieter in der Straße hat mit so etwas gerechnet", sagt ein Anwohner gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. "Es hat uns alle überrascht." Mit einem Beitrag hat sich nun auch der BR mit dem Thema beschäftigt. 

"Müssen die Kosten abrechnen"

Priens Bürgermeister Jürgen Seifert sagte gegenüber dem Sender: "Wenn es sich um eine erstmalige Herstellung handelt, und das ist nach allen Unterlagen, Gutachten, Kenntnissen die uns vorliegen der Fall, dann müssen wir die Kosten zu 90 Prozent abrechnen." Das wären 90 Prozent von geschätzt 1,2 Millionen Euro umlagefähige Kosten, die die Anwohner bezahlen müssten. Betroffen wären etwa 180 Anlieger. Über 50 haben eine Interessensgemeinschaft gegründet, um dagegen vorzugehen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Frank Rumpenh

Zurück zur Übersicht: Prien

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT