Hilfeschreie am Campingplatz in Prien

Drei Jungs sorgen für Großeinsatz der Rettungskräfte - 21-Jähriger im Krankenhaus

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Prien - Weil eine Gruppe von Jugendlichen ein nächtliches Bad im Chiemsee nahm, kam es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Großaufgebot der Rettungskräfte.

UPDATE, 9.10 Uhr

Soeben wurde bekannt, dass der Vorfall durchaus schlimmer hätte enden können, als zu Beginn angenommen. Wie ein Sprecher der Polizei richtig stellte, mussten die Wasserrettungskräfte alle drei Jugendlichen aus dem kalten See retten. "Ein 21-jähriger Mann war stark unterkühlt und total entkräftet", äußerte sich der Polizeisprecher. Dieser sei von einem Notarzt erstversorgt worden und befinde sich nach aktuellem Kenntnisstand noch immer im Krankenhaus. 

Die Wasserrettungskräfte sollen aufgrund von Hilfeschreien zum Schrammelbad gerufen worden sein. Nur das beherzte und vorbildliche Vorgehen der Einsatzkräfte habe weitaus Schlimmeres verhindert. Der Sprecher der Polizei betonte, dass Nachtschwimmen speziell zu dieser Jahreszeit äußerst gefährlich sei und appellierte an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden.

Erstmeldung:

Wie ein Sprecher der Polizei Prien auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte, sei eine kleine Gruppe Jugendlicher gegen Mitternacht in den Chiemsee gesprungen und zu einer kleinen Badeinsel geschwommen. Da drei von ihnen nicht mit dem Rest der Gruppe am Ufer wieder ankamen, wurde die Einsatzzentrale verständigt. Die drei Jugendlichen konnten in der Folge gefunden werden, erklärte der Sprecher der Polizei. 

Bereits mehrere tödliche Badeunfälle in der Region

Am 8. Juni hatte sich ein tödlicher Unfall im Naturbad in Ampfing ereignet. Damals ging bei der Integrierten Leitstelle der Notruf ein, dass ein Mann ins Wasser gegangen und nicht wieder aufgetaucht sei.Erst 20 Minuten später wurde er leblos aufgefunden.

Bereits am Mittwoch, gegen 7 Uhr, stellte eine Frau am Mittwoch eine regungslose Person im Wasser des Naturbades am Hinmühler Weg in Ampfing fest.

Am Dienstag hatte es einen tödlichen Unfall am Waginger See gegeben. Ein Mann war von einer Plattform in der Nähe des Strandkurhauses, in das Wasser gesprungen und seitdem nicht mehr aufgetaucht. Der Vermisste konnte rund 30 Minuten durch Taucher der Wasserwacht leblos im See aufgefunden und ans Ufer gebracht werden. Die Reanimationsmaßnahmen durch die Rettungsdienste blieben erfolglos.

Anfang des Monats kenterten auf dem gleichen See drei Männer mit ihrem Ruderboot. Ein 32-Jähriger konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Die Ermittlungen zu dem Unfallhergang dauern noch an.

Tragisch war auch der Fall einer 70-jährigen Frau, die im Weitsee bei Schnaitsee ums Leben kam. Sie wollte in der Nähe von Kratzbichl schwimmen. Auch sie konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden.

Pfarrer Helmut Kopp erlitt offenbar beim Schwimmen in der Alz einen Herzanfall und verstarb an den Folgen. Der Geistliche wurde am 16.Juni von anderen Badegästen leblos aus dem Wasser gezogen.

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Montage/ dpa

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