Festgottesdienst und Pfarrverbandsfest in Prien

Pfarrfest war Publikumsmagnet

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Prien am Chiemsee - Drei Verabschiedungen wurden an dem Festtag vorgenommen. Monsignore Bruno Fink, Kaplan Konrad Roider und die Mallersdorfer Schwestern verlassen die Pfarrgemeinde:

Ein großer Tag war für die Pfarrgemeinde „Maria Himmelfahrt“, für den Pfarrverband Prien und für alle Gläubigen aus den angeschlossenen Kirchen- und Pfarrgemeinschaften von Rimsting, Greimharting, St. Salvator, Urschalling, Hittenkirchen und Wildenwart das heurige Pfarrverbandsfest mit vorausgegangenem Fest-Gottesdienst in der überfüllten Priener Pfarrkirche.

Die außergewöhnliche Bedeutung des Festtages kam anlässlich von drei Verabschiedungen zum Ausdruck. Monsignore Bruno Fink verlässt Prien nach 14-jährigem Wirken in Prien und im Pfarrverband und geht in den Ruhestand. Kaplan Konrad Roider wechselt nach dreijähriger seelsorgerischer Tätigkeit zum Pfarrverband Prutting-Vogtareuth. Der historisch einschneidenste Weggang ist die Rückkehr der Mallersdorfer Schwestern in ihr Mutterhaus und die Auflösung des Konvents in Prien. Dort waren die Schwestern seit 145 Jahren tätig, zuerst im Krankenhausdienst und in den letzten 111 Jahren für die Kinder (Kinderwahranstalt, Nähstube und Kindergarten St. Irmengard).

Schwester Oberin Siegtraud, Schwester Gabriele, Schwester Emelia und Schwester Alexa waren 56, 40, 25 und 8 Jahre in Prien, also insgesamt 129 Jahre für die christliche Kinder-Erziehung verantwortlich. Zu ihrem Abschied kamen vom Mallersdorfer Mutterhaus Generaloberin Schwester Jakobe mit ihren Mitschwestern Melanie und Samuele nach Prien. Monsignore Bruno Fink sagte zu den Schwestern, dass sie die Grundlage für eine gute, christliche Einstellung im Ort erwirkt haben. „Schwester Oberin Siegtraud kennt in Prien fast alle Kinder, Eltern und Großeltern“, so der Pfarrer. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Nico Koschorz dankte der Schwesterngemeinschaft für ihre Kindergarten-Dienste in der Erziehung, bei der Essens-Versorgung, bei der Sprachförderung und bei Krankenbesuchen. Schwester Siegtraud war zudem 32 Jahre Pfarrgemeinderats-Mitglied.

Fest-Gottesdienst und Pfarrverbandsfest in Prien

Zu Kaplan Konrad Roider sagte Pfarrer Fink, dass dieser seine Aufgaben für die Ministranten, Jugendlichen, Firmgruppen und bei Gottesdiensten überaus zuverlässig erfüllt hat, insbesondere in den letzten vier Monaten als Pfarrer Fink wegen eines Herzinfarktes ausfiel. „Als eine meiner wichtigsten Aufgaben habe ich es gesehen, die Menschen, Gemeinschaften und Vereine in ihrer Glaubens- und Brauchtumspflege zu fördern“, sagte Pfarrer Fink. Stellvertretend für ungezählte Haupt- und Ehrenamtliche bedankte er sich namentlich bei Rosemarie Deiss, die in all seinen 14 Jahren bei Lesungen, Sakristei- und Näh-Diensten, für die Caritas-Sammlung und für den Pfarrbrief still und gut zur Stelle war. „Es war eine gute Zeit mit viel Einsatz, die mir viel Freude gebracht hat“ – damit schloss Monsignore Fink seine mit starkem Applaus bedachte Predigt und er bat, auch weiterhin im Herzen und im Glauben verbunden zu bleiben.

Klaus Kunerl als Vorsitzender des Pfarrverbandes dankte ebenso wie die Vertretung von Weihbischof Wolfgang Bischof für das Seelsorgeteam Süd im Erzbistum München-Freising Bruno Fink für seinen 42-jährigen Priesterdienst in München, Rom (unter anderem als Sekretär für den späteren Papst Joseph Ratzinger) und für seine Aufgabenerfüllung in zwölfeinhalb Jahren als Dekan für das Dekanat Chiemsee. Noch im Gotteshaus dankten die Kinder des Katholischen Kindergartens und der Kinderchor der Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ mit einem Lied den Geistlichen und Schwestern für ihre Zeit in Prien. Der Gottesdienst wurde kirchenmusikalisch verschönt durch Chor und Orchester der Priener Pfarrei unter der Leitung von Rainer Schütz und optisch wurde er verschönt durch rund 30 anwesende Fahnenabordnungen aus den Vereinen des Pfarrverbandes. Ein Extra-Dank und ein Blumenpräsent wurde an Maria Kuczora als Haushälterin von Bruno Fink übergeben, sie hat – so die Laudatoren – immer für ein offenes Haus und für eine gute Atmosphäre im Pfarrhof gesorgt. Frau Kuczora zieht mit Pfarrer Fink ebenfalls von Prien weg.

Anschließend fand ein großes Pfarrverbandsfest statt. Dabei gab es nach einer mittäglichen Stärkung dank vieler fleißiger Hände noch viele weitere Ansprachen, Dankesworte und Einlagen aus den Reihen der weltlichen und kirchlichen Germien. Durch das von der Priener Blasmusik gestaltete Nachmittagsprogramm führte Lisa Forstner. Zahlreich Redner und Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Jürgen Seifert von Prien und Karl-Friedrich Wackerbarth von der Evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Peter Bergmaier aus Eggstätt vom Dekanat Chiemsee dankten Monsignore Bruno Fink, Kaplan Konrad Roider und den Mallersdorfer Schwestern für ihre wirksamen Brückenbauten innerhalb der Gläubigen. Bei einem heiteren Spiel „Wer wird Millionär“ wurde Pfarrer Fink ein Geld-Koffer übergeben. Wie schon bei seinem Priesterjubiläum wollte Bruno Fink keine persönlichen Geschenke, sondern er will damit Gutes bewirken – zum Beispiel für die derzeitige Aussenrenovierung in Prien, denn, so Bruno Fink: „Die Kirche ist immer eine Baustelle“.

Quelle: rosenheim24.de

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