Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni

"Mehr Begegnungen und Kontakte wären sehr hilfreich"

  • schließen

Prien - Seit 2013 leben mehrere Asylbewerber in der Marktgemeinde. Nach dem Höhepunkt im Jahr 2015 hat die Zahl etwas abgenommen. Altbekannte Hürden sind aber geblieben: 

Vor allem das Jahr 2015 ist vielen noch in Erinnerung, damals kamen besonders viele Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt nach Deutschland. Ein Großteil davon im Landkreis Rosenheim. Schon damals ergriffen viele ehrenamtliche Helfer die Initiative, den Menschen zu helfen. 

So auch in der Marktgemeinde Prien am Chiemsee. Im Moment würden hier 110 Asylbewerber leben, von denen 78 anerkannt seien, berichtet die Chiemgau Zeitung. Im Dezember 2015 seien in der Turnhalle des Ludwig-Thoma-Gymnasiums sogar 240 Migranten untergebracht worden, schreibt der Helferkreis Asyl auf seiner Homepage.  

Auch, wenn sich die Zahl der untergebrachten Personen in den vergangenen drei Jahren reduziert hat, ist die Aufgabe des Helferkreises noch nicht abgeschlossen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Ehrenamtlichen ist der Abbau von Vorurteilen, damit Prien zu einer "bunten Bürgerschaft" zusammenwachse, heißt es auf der Internetseite des Helferkreises weiter. Aber: "Mehr Begegnungen und Kontakte wären sehr hilfreich", sagte Gabriele Rau im Gespräch mit der Zeitung. 

Eine der größten Hürden sei das Erlernen der deutschen Sprache, aber schon 200 Flüchtlinge hätten bereits einen Deutschkurs absolviert und aktuell würden 26 Migranten Schulungen absolvieren, heißt es in dem Artikel weiter. 

Flüchtlingsfrage Dauerthema für Politik und Bürger

Die Migranten lassen Deutschland nicht los. Jetzt geht sogar der Bundesinnenminister Horst Seehofer gegen die Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Barrikaden.

Aber auch lokaler Ebene sorgt die Flüchtlingsproblematik immer wieder für Schlagzeilen. Das manchmal auf besonders tragische Weise. So hat im Jahr 2017 ein Mann aus Afghanistan auf dem Parkplatz eines Supermarktes eine Landsfrau brutal getötet. Der Täter wurde vor Gericht zu eine lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Zu seinem Motiv äußerste sich der Angeklagte nicht. Ein Gutachter kam jedoch zu dem Schluss, dass der Afghane nicht akzeptieren konnte, dass die Frau ihren Glauben gewechselt hatte

Ebenfalls in Prien stand im April des vergangenen Jahres die Frage im Raum, ob Asylbewerber in Container untergebracht werden. Der Hintergrund war das im Jahr 66.936 Euro an außerplanmäßigen Kosten anfielen, die die Staatsregierung nicht übernehmen wollte. Somit konnte eine Unterkunft doch nicht angemietet werden. Die Gemeinde war aber verpflichtet, 129 Asylbewerber aufzunehmen. Damals stand die Diskussion im Raum, dass ohne neue Wohnungen Container aufgestellt werden müssten. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie unter ovb-heimatzeitungen.de oder in gedruckten Ausgabe der Chiemgau Zeitung. 

kil

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Prien

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser