Ermittlungen nach brutalem Mord in Prien

Polizei: "Schwierig, das ganze Umfeld zu beleuchten!"

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Die Anteilnahme an dem brutalen Messermord in Prien ist groß.
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Prien am Chiemsee - Ein 29-jähriger Afghane hat am Samstag eine 38-jährige Landsfrau auf offener Straße erstochen. Die Polizei äußert sich zum aktuellen Ermittlungsstand:

Warum musste Farima S. (38) sterben? Die brutale Messerattacke von Prien beschäftigt die Polizei wohl noch längere Zeit. Weiter offen ist unter anderem, in welcher Beziehung der 29-jährige Täter und seine afghanische Landsfrau standen.

Pressesprecher Andreas Guske vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd erklärte gegenüber rosenheim24.de: "Das Verhältnis von Täter und Opfer ist Gegenstand der Ermittlungen. Es ist in diesem Fall aber sehr schwierig, das ganze Umfeld zu beleuchten." Vor allem die sprachliche Barriere stelle eine große Herausforderung dar: "Bei einem Tötungsdelikt kommt es auf jedes Wort an. Jede Aussage muss von einem zertifizierten Dolmetscher übersetzt werden, damit sie als beweiskräftig angesehen werden kann." Man könne als Polizei nur mit Fakten arbeiten.

Messermord in Prien: Blumenmeer am Tatort

Nun schaue sich die Polizei sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite Bekannte und Freunde an. "Wir wollen dabei klären: Wie gut kannten sich die Personen im Umfeld der Tat? Aber wir wollen auch herausfinden, wie gut sie sich vertragen haben."

Eifersucht? Religiöse Hintergründe?

Das Opfer: Die 38-jährige Farima S.

Als Motiv stehen mehrere Vermutungen im Raum: War es eine Tat aus Eifersucht? Waren religiöse Hintergründe im Spiel? "Wir haben Kenntnis von diesen Informationen und Vermutungen. Wir gehen diesen natürlich nach", so Guske. Allerdings könne man leicht solche Vermutungen äußern, ohne dass etwas dahinter stecke. Ein konkretes Motiv habe sich noch nicht herauskristallisiert.

Eine Obduktion des Opfers war angeordnet worden. Die Ergebnisse liegen laut Guske aber noch nicht vor. "Ein vollständiges Gutachten kann noch Wochen dauern." Ein erstes Ergebnis erwarte die Polizei aber in Kürze.

Bilder vom Tatort am Lidl-Supermarkt

Derweil ermittelt das Fachkommissariat K1 in Rosenheim weiter auf Hochtouren. "Wir und die Kollegen arbeiten zügig, aber eben auch sehr genau. Da es hier keinen flüchtenden Täter gibt, müssen wir nicht so sehr auf den Zeitfaktor achten", erklärt der Pressesprecher.

Der 29-jährige Täter sei weiter in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Guske: "Die Staatsanwaltschaft hat einen Unterbringungsbefehl gestellt, dem der zuständige Haftrichter nachgekommen ist."

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Quelle: rosenheim24.de

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