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Gelungene Integration in Prien am Chiemsee

Selbsthelfer-Nähgruppe: Ein Ehrenamt zum weitertragen

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Aus Werbebannern werden kreative Tragetaschen – (v.l.n.r.) Pfarrerin Christine Wackerbarth, Erste Vorsitzende des Selbsthelfer Vereins Heike Maas, Abeer Abo Nahi, Leiterin der Priener Nähgruppe Gabi Schelhas, Fartun Aden, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner und Leiterin der Priener Nähgruppe Claudia Nowotny.

Prien - Einmal wöchentlich kommen in der Priener Selbsthelfer-Nähgruppe Frauen und Mütter aus aller Welt zusammen um gemeinsam Produkte aus Stoffspenden zu nähen, die anschließend an bedürftige Menschen verteilt werden.

Im September 2015 hatte Heike Maas das Projekt „Selbsthelfer e.V.“ ins Leben gerufen, um Flüchtlinge und Migranten ehrenamtlich in die Gesellschaft einzubringen. Aufgrund unterschiedlicher Werte, Traditionen und politischer Systeme funktionieren Gemeinschaften in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich. 

Ehrenamtliches Engagement ist hierzulande ein tragendes Element der Gemeinden und prägt deren Lebendigkeit und Zukunft im Wesentlichen mit. Daher sind Beteiligungsprozesse wichtige Voraussetzungen um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den interkulturellen Austausch zu fördern. 

Zahlreiche Teilnehmer bringen sich ins Gemeindeleben ein

Bei den Projektgruppen des „Selbsthelfer e.V.“ können sich Flüchtlinge und Einwohner in das Gemeinwesen einbringen und mit ihrer Arbeit bedürftige Personengruppen solidarisch unterstützen. Mittlerweile koordiniert die Initiatorin Heike Maas sechs Gruppen – darunter Prien, Bad Endorf, Wasserburg, Pfaffing, Stephanskirchen und Rosenheim – im Stadt und Landkreis Rosenheim. 

Der Verein versorgt die einzelnen Projektgruppen mit gebrauchten Nähmaschinen und Werkzeugen, mit umweltschonenden Upcycling-Rohstoffen (z.B. Stoffmuster, -reste), mit Schnittmustern und Mustertaschen und organisiert die Übergaben der Handwerksprodukte in diversen Einrichtungen. „Für diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ schöpfen wir aus vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten und fördern ganz nebenbei das Umweltbewusstsein, indem wir den Verbrauch von Plastiktüten verringern“, so Maas. 

Die Nähmaschinen laufen seit rund 1 1/2 Jahren

Seit Mitte Januar 2016 surren fast jeden Montagnachmittag die Nähmaschinen in den Räumlichkeiten der evangelischen Pfarrgemeinde Prien. Viele fleißige Helferinnen unterschiedlicher Nationalitäten haben sich der Priener Nähgruppe angeschlossen. Unter der Leitung von Claudia Nowotny und Gabi Schelhas, die sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren, wurden bereits mehrere Nähaktionen erfolgreich umgesetzt

Im Mai 2016 fand die erste Verteilung handgefertigter Dokumententaschen in der Gemeinschaftsunterkunft Prien statt. Im November, des gleichen Jahres, übergaben die Näherinnen Kosmetikbeutel in der Erstaufnahmeeinrichtung der Bayernkaserne in München. Die Integration steht bei den Nähgruppen ganz klar im Vordergrund. „Die Flüchtlinge werden dabei von anderen Frauen aus der Gemeinde an die Hand genommen“, berichtet Gabi Schelhas. 

Werbebanner werden in Umhängetaschen verwandelt

Die jüngste Aufgabe der ehrenamtlichen Näherinnen besteht darin, aus Werbebannern der PriMa ausgefallene Umhängetaschen zu fertigen. Diese Unikate sind voraussichtlich ab Herbst 2017 in der Bücherei Prien und in der Galerie im Alten Rathaus gegen eine Spende zugunsten des „Selbsthelfer e. V.“ erhältlich.

Pressemeldung Prien Marketing GmbH

Quelle: rosenheim24.de

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