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Am Beispiel von Yvonne Ortmeier in der Schön Klinik Roseneck in Prien

„Erweiterte Hand des Psychologen“ - Wie arbeiten Co-Therapeuten?

Co-Therapeutin in der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee
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Yvonne Ortmeier ist Co-Therapeutin in der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee.

Yvonne Ortmeier arbeitet als Co-Therapeutin in der Schön-Klinik. Für sie war der Wechsel von der somatischen zur psychosomatischen Medizin die „beste Entscheidung“. Warum, das erklärt sie im Gespräch mit rosenheim24.de.

Prien am Chiemsee - „Die Psychosomatik hat mich schon immer interessiert und ich wollte mich weiterentwickeln“, erklärt die 41-Jährige im Gespräch mit rosenheim24.de. die Beweggründe für die zweijährige Weiterbildung zur Co-Therapeutin.

Von der Kinder-Krankenschwester zur Co-Therapeutin

Gelernt hat die Rosenheimerin ursprünglich Kinder-Krankenschwester, hat in diesem Pflege-Beruf viele Jahre im Landkreis Rosenheim sowie in München gearbeitet. Die Möglichkeit der hausinternen, berufsbegleitenden und kostenfreien Weiterbildung im Fachbereich Psychosomatik und Psychotherapie hat Yvonne in der Schön Klinik wahrgenommen.

In der Ausbildung, an deren Ende eine praktische Prüfung steht, bekam sie fachliche, soziale und Methoden-Kompetenz für die neue Tätigkeit vermittelt, was mitunter für mehr persönliche Stabilität im Umgang mit psychisch kranken Patienten sorgt.

Co-Therapeuten arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb

Yvonne ist Abteilungsleiterin auf der Komplex-Station, auf der Patienten mit gravierenden Essstörungen und extremer Magersucht behandelt werden. „Wir begleiten die Patienten den ganzen Tag rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb in der Klinik.

Die Frühschicht beginnt ihren Arbeitstag mit Wiegen und einem Frühstück, geht weiter über verschiedene Therapien bis hin zu Unterhaltungen über die Tagesstruktur, das Essverhalten sowie das Wohlbefinden des Patienten. Die Nachtschicht führt ebenfalls bei Bedarf Gespräche und kümmert sich nebenbei häufig um Organisatorisches“, erläutert die Co-Therapeutin den Tagesablauf.

Yvonne und ihre Kollegen gehen dabei individuell auf die Patienten ein - und erfahren dabei eine gute Rückmeldung: „Die Erfahrung zeigt, dass unsere Arbeit sowohl von Kollegen als auch von Patienten sehr positiv wahrgenommen wird. Viele Patienten schätzen auch gerade die Fähigkeit der Co-Therapeuten, sich empathisch einfühlen und zuhören zu können.“

Die Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee.

Arbeit geht Hand in Hand mit behandelndem Arzt oder Psychologen

Yvonne leitet auch Gruppensitzungen und fungiert so als Ansprechpartner für die Patienten in Krisensituationen. Damit seien die Co-Therapeuten eine „wichtige zusätzliche Stütze für Patienten“, können Stimmungslagen authentisch einfangen sowie Fragen, Anliegen oder Problemen zeitnah begegnen.

Co-Therapeuten agieren Hand in Hand mit dem behandelnden Arzt oder Psychologen, stimmen ihr Vorgehen regelmäßig miteinander ab. Dies erleichtere den Überblick über die aktuelle Situation der Patienten zu behalten und ihre Funktion als wichtige Bezugsperson für die Dauer des stationären Aufenthalts wahrnehmen zu können.

„Wir arbeiten als erweiterte Hand des Psychologen und begleiten den Patienten über den gesamten Klinikaufenthalt von der Aufnahme bis zu seiner Entlassung zurück auf seinem Weg in ein gesundes Leben.“ Ein Vertrauens-Verhältnis zum Patienten in Form einer Bezugs-Person aufzubauen sei Yvonne zufolge wichtig, Professionalität jedoch müsse ebenso gewahrt werden. Ein Grund, weshalb beispielsweise alle Patienten ab 13 Jahren gesiezt werden.

„Würde nie wieder etwas anderes machen wollen“

Für Yvonne war der Wechsel in die Psychosomatik die „die beste Entscheidung“, sie habe durch die Weiterbildung zur Co-Therapeutin ihren eigenen Horizont erweitert, sei an Herausforderungen und schwierigen Lagen gewachsen.

Allen, die gerade jetzt in Pandemie-Zeiten in der Somatik arbeiten, möchte sie abschließend raten, sich zu informieren und die Chance, in der Psychosomatik Fuß fassen zu können, nicht unerkannt zu lassen. „Auch wenn es manchmal stressige Tage gibt“, schließt die Co-Therapeutin ihre Ausführungen, „ich würde nie wieder etwas anderes machen wollen.

mb

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