Aktion zweier gebürtiger Reichenhaller aus Prien

Oberbayerischer Krankenwagen für afrikanisches Krankenhaus 

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Hoffen auf weitere Spenden für Freetown: Ludwig Elmer, Peter Konteh (Caritas Freetown), Dr. Elisabeth Klett, Ishmeal Alfred Charles (Caritas Freetown) und Dominik Elmer (v. l.).

Prien/Bad Reichenhall - Spontan dort helfen, wo es dringend nötig ist: das war die Idee von Ludwig und Dominik Elmer. Dass daraus eine Reise nach Afrika wird, hat sich erst nach und nach herausgestellt.

Ein Krankenhaus ohne Krankenwagen – das kann doch nicht sein, sagten sich die gebürtigen Bad Reichenhaller Ludwig und Dominik Elmer. Doch genau das erzählte ihnen eine befreundete Ärztin über ein Krankenhaus in Sierra Leone. Dabei sei ein Rettungswagen dort sehr dringend notwendig, berichtete Dr. Elisabeth Klett, die für „German Doctors“ häufig in Sierra Leone war und ist.

Ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk

So entstand schnell der Plan, mit Hilfe von Spenden einen Krankenwagen zu kaufen und in die Hauptstadt Freetown zu schicken – quasi als gemeinsames Weihnachtsgeschenk der Elmer-Brüder und ihrer Unterstützer. Wenig später konnte Elisabeth Klett günstig einen gebrauchten VW-Bus aus dem Rettungsdienst organisieren. 

„Wir haben schon jetzt tolle Hilfe von vielen Seiten erhalten“, sagt Ludwig Elmer, der Verkaufsleiter eines Autohauses in Prien ist. Aber für den Transport des Krankenwagens nach Afrika bitten die Brüder nun um weitere Spenden. „Eigentlich wollten wir den Bus verschiffen lassen. Aber unsere Recherchen haben ergeben, dass das sehr teuer wird. Also haben wir uns entschlossen, den Rettungswagen selbst nach Freetown zu fahren.“

Eine weite Reise für die Brüder

Über Spanien und Marokko, dann durch die West-Sahara und unter anderem durch den Senegal bis nach Sierra Leone wollen die beiden rund 7.400 Kilometer zurücklegen. „An Mariä Empfängnis, also am 8. Dezember, werden wir in Bad Reichenhall starten und wollen pünktlich zu Weihnachten unser Gemeinschaftsgeschenk in Freetown an den Caritas-Direktor Peter Konteh übergeben, der dort alle Hilfstransporte koordiniert“, so Ludwig Elmer, der inzwischen in Rosenheim lebt. Einfach dürfte die Reise dorthin nicht werden.

Abgesehen von zum Teil sehr schlechten Straßenbedingungen rechnen die Brüder auch mit Gebühren an den Grenzen und weiteren Schwierigkeiten. „Ein bisschen verrückt muss man vielleicht sein für so eine Unternehmung“, sagen Ludwig Elmer und sein Bruder Dominik, der als Theologe bei der Erzdiözese Salzburg arbeitet.

Projekt erhielt bereits große Unterstützung

Aber sie sind sehr zuversichtlich: „Nachdem wir erst im Oktober angefangen haben, unsere Aktion zu planen, sind wir total überrascht, wie viel Spenden wir bereits erhalten haben. Von den Lions Clubs Bad Reichenhall und Großgmain haben wir Spenden erhalten. Wir haben Fußbälle zum Verschenkenvom Priener Unternehmen TOGU bekommen, Solarlichter im Wert von 2.000 Euro von Siegfried Popp aus Freilassing und500 Brillen von Werner Windhager aus Salzburg undpassende Reifen für unser Fahrzeug von der Firma Dunlop. Jetzt wären wir sehr glücklich, wenn wir noch Spenden für den Transport erhalten. Und alle Spenden, die wir nicht für den Weg brauchen, gehen an ein Waisenhaus, das gerade in Freetown gebaut wird.“

Die Brüder sind überzeugt, einen wichtigen Beitrag leisten zu können, denn: „In Notfallsituationen wie etwa schwierigen Geburten gibt es dort wenig Möglichkeiten schnell ins Krankenhaus zu kommen. Deswegen sterben viele Frauen und Babys bei der Geburt. „Wenn wir da helfen können, ist es uns alle Risiken der Reise wert.“

Spenden können über das Internetportal www.leetchi.com (Suchstichwort: Dominik Elmer / alternativ: Link www.leetchi.com/c/soziales-von-dominik-elmer) überwiesen werden. 

Alle weitere Informationen gibt Ludwig Elmer gerne telefonisch (0171/ 2492812).

Pressemitteilung Isa von Liel - PR-Agentur

Quelle: rosenheim24.de

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