Priener Starkbierfest

Mit Bierschlegel-Bruch und Fastenpredigt

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Prien - Das Starkbier in Prien hatte es wieder mal in sich. Insbesondere beim traditionellen Starkbierfest der Blaskapelle im Großen Kursaal zeigten sich Freuden und Wirkung des geschätzten Gerstensaftes.

Das Starkbier in Prien hatte es wieder mal in sich. Insbesondere beim heurigen und traditionellen Starkbierfest der Priener Blaskapelle im Großen Kursaal zeigten sich Freuden und Wirkung des geschätzten Gerstensaftes und Fastentrunks. Premiere und zugleich einen amüsanten „Ausrutscher“ hatte Zweite Bürgermeisterin Renate Hof beim Anzapfen, das sie für den verhinderten Ersten Bürgermeister übernahm. Nach vier Schlägen und ein paar Bierspritzern war das Fass angezapft, allerdings war der Bierschlegel durch wohl zu wuchtige Schläge von Renate Hof gebrochen. Dies tat der Stimmung im voll besetzten Kursaal keinen Abbruch, vielmehr förderte diese Situation die eh schon gute Laune noch weiter.

Für eine erste gute Stimmung sorgte die Priener Jugendblaskapelle, die anstatt von der erkrankten Musikschulleiterin Brigitte Buckl erstmals vom neuen Dirigenten der Priener Blaskapelle Stefan Fusseder dirigiert wurde. Polka und Märsche der Nachwuchsgruppe wurden noch ergänzt durch die Ansage von Melanie Darger aus den Reihen der Jugendkapelle. Zum Abschluss spielten die Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam den „Heimatland-Marsch“. 

Alsdann spielte die Priener Blaskapelle einen schönen Abend lang echt bayerische Bierfest-Musik. Unter anderem glänzten Georg Rappel und Sebastian Strohmayer bei der Polka „Von Freund zu Freund“ als Solisten, die Klarinettenspieler erfreuten mit dem „Klarinettenmuckl“ und die Saxofonisten spielten das Stück „Billy Vaughn Goldies“. Am späten Abend erklang noch ein Medley mit bekannten Stücken von Udo Jürgens. Wie immer beim Priener Starkbierfest war die Fastenpredigt der erwartete Höhepunkt. Brigitte Sperger und ihre Schwester Rosi Hell (vom Bauern „Hansl in der Leitn“ daheim) wussten als ratschende Putzfrauen wieder allerhand zu berichten. Nach den Kommunalwahlen gab es natürlich viel Gesprächsstoff, aber nicht nur die Wahlen fanden das Interesse der beiden Frauen und der Zuhörer. 

Ihr „Fett weg“ bekamen auf humorvolle Weise Ehrenbürger Michael Anner senior („…hat E-Bike-Kurs für Senioren erfolgreich bestanden“), dessen Sohn und Bürgermeister-Kandidat Michael Anner junior („….die Blasmusik ist froh, dass ihr der Trommler erhalten geblieben ist“), Ägid Obermüller, der nach vielen Jahren aktiver Blasmusikzugehörigkeit zum Ehren-Musikanten ernannt worden ist, die Wildenwarter ob ihres Musikantenhaus-Neubaues, ihrer Straßenzustände und ihres großen und gelungenen Gautrachtenfestes vom Vorjahr, das Priener Faschingsleben („…beim Gildeball war wieder einmal Sepp Stöttner senior der überragende Tänzer“), die Priener Feuerwehr, deren Hochwassereinsatz gelobt wurde und deren gefüllte Sandsäcke für einen neuen Einsatz bei der Baywa zwischengelagert wurden, das Priener Bauerntheater, dem Hans Herzinger als jugendlicher Liebhaber empfohlen wurde, die Priener Tourismusgesellschaft mit Blick auf den verfehlten Picknick-Weltrekord sowie der Priener Heimatabend, der beim Binnenschifffahrtstreffen eine Wiederauferstehung feierte, was den Bürgermeister zur Frage veranlasste: „Warum machen wir das nicht öfters?“. 

Starkbierfest der Priener Blaskapelle

Weitere Erinnerungen und auch Anmahnungen kamen zum letztjährigen Maibaumaufstellen, bei dem aufgrund von Bewirtungsmangel die Akteure vom Marktplatz zum Messerer-Hof ausweichen mussten. Für den bald von Prien nach Prutting wechselnden Kaplan Konrad Roider, der sich wohl gelaunt unter den Ehrengästen befand, hatten die Ratschkathln nur Gutes zu berichten. Ihm, der Jugend, dem Gaufest des Priener Trachtenvereins 2015 sowie den scheidenden und neuen Gemeinderäten galt ein individuelles PROSIT. Ein mehrfaches „PROSIT der Gemütlichkeit“ im Laufe des Abends machte dann deutlich, dass die Priener Blaskapelle mit ihrem Starkbierfest eine gelungene und heitere Veranstaltung hatte.

Quelle: rosenheim24.de

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