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Bürgerantrag in Prien umgesetzt

Trotz Ablehnung der Polizei: Provisorische Querungshilfe in der Seestraße in Prien

„Schilder-Wald“
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Über 230 Bürger hatten einen Antrag für eine Querungshilfe in der Seestraße unterschrieben, jetzt errichtete die Marktgemeinde ein Provisorium. (Symbolbild)
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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An dieser Querungshilfe scheiden sich die Geister: Während die Marktgemeinde Prien einem Bürgerantrag nachgegeben und die knifflige Aufgabe einer Querungshilfe in Prien zumindest schon einmal provisorisch gelöst hat, wird die Polizei sehr genau darauf achten, wie sich die Situation dort entwickelt.

Prien – Die Marktgemeinde Prien ist einem Bürgerantrag nachgekommen und hat in der Seestraße nahe der Abzweigung Staudenstraße eine Querungshilfe errichtet. Die ist allerdings vorerst nur eine provisorische Einrichtung, wie Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) der Chiemgau-Zeitung erklärt. Die Polizeiinspektion Prien hatte im Vorfeld eine negative Stellungnahme abgegeben, also abgelehnt, und wird laut Bürgermeister möglicherweise beim Landratsamt intervenieren, dass sie wieder zurückgebaut werden muss.

Die Polizei sieht keine Notwendigkeit

233 Unterschriften unterstützten den Bürgerantrag im vergangenen Sommer, der Marktgemeinderat hatte daraufhin die Zulässigkeit bestätigt. Im Oktober beriet sich das Gremium, ob und wie eine solche Querungshilfe errichtet werden könnte.

Schon damals hatte Friedrich die Bedenken der Polizei vorgetragen. So nannte die Polizei die Situation dort unauffällig, was Unfälle betrifft. Weiter verwies sie auf ein „trügerisches Sicherheitsempfinden“, das eine solche Querung den Fußgängern vermitteln könnte.

Bürgermeister Friedrich führte im jetzigen Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen noch ein weiteres Argument der Polizei aus: „Die Mindesttiefe einer Querungshilfe liegt bei zwei Metern, die erreichen wir nicht.“ Sie sei etwa einen Meter breit, als die Hälfte des geforderten Maßes. Der Grund liege darin, dass an dieser Stelle nicht genug Platz für mehr sei. Breitere Fahrzeuge, wie zum Beispiel für den Winterdienst oder Omnibusse, müssten noch vorbeifahren können.

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An einer Stelle weiter Richtung Hafen hätten Parkplätze geopfert werden müssen und in Richtung Ortszentrum, näher an die Staudenstraße heran, würde der Radius zum Abbiegen nicht mehr ausreichen, so der Bürgermeister. Der Marktgemeinderat hatte schon im Oktober vergangenen Jahres verschiedene Szenarien durchdiskutiert und sich am Ende für eine dauerhafte Mittelinsel ausgesprochen. Gleichzeitig entschied er sich für eine schnellstmögliche provisorische Lösung, wie sie jetzt verwirklicht ist.

Unter kritischer Beobachtung

„Ich finde diese Stelle gut“, bekräftigt Friedrich. „Man merkt, wenn man an der Querungshilfe steht, dass die Autofahrer gefühlt ihre Geschwindigkeit reduzieren“, berichtet er. Er sei sich dessen bewusst, dass die Polizei die Querungshilfe „kritisch beobachten“ wird, sagt Friedrich weiter. Die Polizei Prien bestätigt auf Nachfrage: „Wir haben ein Auge drauf.“ Sollte die Marktgemeinde Prien die provisorische Querungshilfe wieder beseitigen müssen, seien zumindest die Kosten überschaubar gewesen, so der Bürgermeister. Eine konkrete Zahl zur Höhe des Aufwands konnte er noch nicht nennen.

Er sieht Vorteile in der Querung, denn wer von der Staudenstraße komme und die Straße an dieser Stelle zum Obsthändler hinüber passiere, oder wer von der Schützenstraße zum Bäcker auf die andere Seite gehen wolle, der habe nun eine Hilfe.

Umleitung ist wieder aufgehoben

Gestern endete übrigens die mehrtägige Vollsperrung der Seestraße. Sie war notwendig gewesen, weil auf Höhe des Ludwig-Thoma-Gymnasiums ein von der Marktgemeinde beauftragtes Unternehmen an der Trinkwasserleitung arbeitete. Der Hausanschluss der Schule sowie ein Schieberkreuz mussten erneuert werden. Letzteres ist notwendig, um die Leitung bei Reparaturen absperren zu können.

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