Lichtermeer rund um die Kirche

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Ein einziges Lichtermeer ist der Christkindlmarkt. 

Prien - Als Lichtermeer präsentiert sich heuer mehr denn je der Christkindlmarkt in Prien. Und sollte der Schnee liegen bleiben, so ist auch am dritten Adventswochenende Romatik pur für die Besucher garantiert.

Veranstalter des Marktes ist zum zweiten Mal nach 2009 die Priener Tourismusgesellschaft (PTG). Ganz egal, von welcher Richtung der Besucher nach Einbruch der Dunkelheit auf den Christkindlmarkt zukommt: Er ist förmlich "geblendet" vom Schein der unzähligen Lichter. Die Kerzen am großen Christbaum am Marktplatz brennen, die Lichterketten an der Kirche und der Taufkapelle sowie an den umliegenden Häusern verbreiten ihren Schein. Und besonders schön sind die Sterne am knorrigen Baum neben der Kapelle. Nicht nur die PTG selbst, auch zahlreiche Hausbesitzer haben mit zusätzlicher Beleuchtung zum Lichtermeer beigetragen.

Betritt der Besucher dann den Christkindlmarkt selbst, kann ihm ganz warm ums Herz werden beim Anblick der mit Tannenzweigen und Lichtern geschmückten Buden. Da leuchten nicht nur die Kinderaugen. Dazu kommt der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln, Lebkuchen und brennenden Kerzen sowie von deftigeren Angeboten wie Germknödeln oder Schweinswürstl. Überall laden Stehtische zum Verweilen und auf einen Ratsch ein. Heuer kommt eine Art großer "Futterkrippen" hinzu, deren Dächer die Besucher vor Regen und Schnee schützen.

Der PTG ist es gelungen, den Markt im zweiten Jahr unter ihrer Verantwortung noch einmal zu vergrößern und zu verschönern - und das, obwohl ihr Chef Ferdinand Reb nach einem Patellasehnenriss krankheitsbedingt lange Zeit ausfiel. Nina Kolibius kümmerte sich federführund um die Organisation.

Voll und ganz können die Besucher des Marktes heuer um die Kirche gehen. Erstmals stehen auch Stände auf dem kleinen Platz an der Höhenbergstraße vor der "Marien-Apotheke". Damit ist die letzte Lücke im Rundgang um das Gotteshaus geschlossen. Die Höhenbergstraße ist während der Öffnungszeiten des Marktes gesperrt.

Es ist ein erlebnisreicher Rundgang durch all die 42 Buden auf dem Platz an der Kirche, am Haupteingang und heuer neuerdings auch vor der denkmalgeschützten, weihnachtlich beleuchteten "Marien-Apotheke". Hier ist ein richtiges Ensemble entstanden, wo in den Buden Suppen im großen Topf vor sich hin brodeln oder Engerl um die Wette glänzen.

"In diesem Jahr ist vor allem Silber angesagt", berichtet Irmi Janssen am Stand von Blumen "Begasse", wo neben ausgefallenen Kerzen auch aparte Weihnachtsgebinde, kunstvolle Kugeln und andere mit Silber verzierte Waren zu finden sind. Individuelle Weihnachtskarten für einen guten Zweck gibt es am Stand des Kinderhilfswerks Unicef. Unicef habe den Stand erstmals am Christkindlmarkt in Prien aufgebaut, berichtet Marlene Helmold. Die Platzmiete auf der Fraueninsel sei zu teuer geworden.

Bilder von der Eröffnung

Eröffnung Priener Christkindlmarkt

Wie in jedem Jahr hat der Rotary Club Chiemsee seine "Zelte" auf dem Christkindlmarkt aufgeschlagen. "Wir verkaufen nicht nur, sondern viele Leute spenden ganz einfach für unsere sozialen Anliegen", freut sich Margrit Schraube von der Rotary-Frauensparte "Innerwheel". Isabel Fischer steht am Stand des Realschul-Fördervereins. Sie ist eine von vielen, die freiwillig von den Realschülern selbstgebastelte Sachen verkaufen.

Hans Gruber ist zum 20. Mal mit seinen Bäumen auf dem Christkindlmarkt - vorher auf der Nordseite und heuer zum zweiten Mal auf der Südseite der Kirche. "Ich bin heilfroh darüber, dass ich meine Christbäume bereits im Sommer im Bayerischen Wald gekauft habe, denn in Dänemark sind alle Bäume unterm Schnee begraben", berichtet er.

Dicht umlagert ist stets der Streichelzoo vor dem festlich beleuchteten Heimatmuseum, wo Esel und Ziegen friedlich nebeneinander aus den Futtertrögen fressen. Nicht nur die Kinder sind davon angetan. Während die Simssee-Alphornbläser nach ihrem Auftritt auf der mit Tannenzweigen und Lichtern geschmückten Bühne ihre riesigen Instrumente vorbeitragen, lobt ein Besucher aus Stephanskirchen fest: "Das ist der schönste Christkindlmarkt weit und breit, viel romantischer als der in Rosenheim."

An diesem Wochenende kommt Besuch aus der Priener Partnerstadt Valdagno. Und so werden neben zahlreichen einheimischen Chören und Musikkapellen am morgigen Samstag um 16 Uhr die "Kleinen Dolomiten" aus Valdagno auftreten. Außerdem verkaufen die Italiener an ihrem Stand Spezialitäten aus ihrer Heimat für einen guten Zweck.

Göffnet ist der Christkindlmarkt jeweils freitags von 14 bis 21 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 11 bis 21 Uhr.

von Gertie Falk/Chiemgau-Zeitung

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