Ernsdorf und Stock sind Schwerpunkte

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Den Kreuzungsbereich von Kampenwand-/Hochgern- und Bernauer Straße will die Gemeinde im nächsten Jahr umbauen.

Prien - 1,9 Millionen Euro will Prien im nächsten Jahr in die Sanierung sowie den Ausbau von Straßen, Wasserleitungen und Kanälen stecken. Das Geld ist im Haushalt bereitgestellt.

Schwerpunkte der Maßnahmen werden Ernsdorf-Ost und vor allem Stock sein, erklärten Bürgermeister Jürgen Seifert und Christian Fellner vom Bauamt auf Nachfrage im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Für die Erneuerung der Kanalisation in Stock sind allein 650.000 Euro vorgesehen. Das betrifft die Osternacher Straße ab der "Stocker Spinne" (Kreuzung mit der Seestraße) in Richtung Norden, also Osternach.

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Weitere 350.000 Euro sollen ausgegeben werden, um die Entwässerung in Stock-Süd zu verbessern. Hier gab es in jüngerer Vergangenheit bei Starkregen wiederholt überschwemmte Keller, weil die Kanäle die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten. Um die Abflusskapazität zu erhöhen, soll Fellner zufolge ein neues Rohr mit einem Innendurchmesser von 1,10 Meter verlegt werden.

275.000 Euro stehen im Haushalt für die Sanierung des östlichen Bereichs der Ernsdorfer Straße inklusive Erneuerung der Abwasserkanäle und Wasserleitungen bereit. Der westliche Abschnitt ab der Abzweigung der Spitzsteinstraße nahe der Bahnunterführung war bereits heuer auf einer Länge von 700 Metern saniert und mit neuen Leitungen versehen worden.

Saniert werden sollen 2013 die Hochgern- (für 43.000 Euro), die Hochfelln- (42.000), die Schulstraße (73.000) und der Bereich Rain-Vachendorf-Bauernberg (50.000). Dort soll zudem laut Fellner die Entwässerung verbessert werden.

Weitere 250.000 Euro sind im Etat eingeplant, um Kanäle unter Fahrbahndecken zu erneuern. Dies soll möglichst mit den Straßensanierungen verbunden werden, wenn die Fahrbahnen ohnehin aufgerissen werden.

Für veranschlagte 50.000 Euro will die Marktgemeinde im nächsten Jahr den Kreuzungsbereich von Kampenwand-/Hochgern- und Bernauer Straße umbauen.

Wegen der großen Zahl von Wasserrohrbrüchen - heuer waren es bis Mitte November bereits fast 70, die repariert werden mussten - wurde der Ansatz dafür im Haushalt im Jahresvergleich um 50.000 auf 175.000 Euro erhöht.

CSU-Fraktionssprecher Michael Anner hatte in den geplanten Straßensanierungen zwar "einen Schritt nach vorn" gesehen, aber den "großen Wurf" vermisst. Er verwies in seiner Haushaltsrede auf eine - bisher nicht veröffentlichte - Prioritätenliste, wonach 20 Straßen in Prien "sehr marode" und auf einer Gesamtlänge von zehn Kilometern sanierungsbedürftig seien.

Die CSU werde deshalb Seiferts Zusage, wonach eventuell frei werdende Mittel im Verlauf des Haushaltsjahrs 2013 in die Straßensanierung fließen sollen, "genauestens überwachen", so Anner.

db/CHiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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