Ein Ort zum Lernen und Wohlfühlen

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Prien - Nach dem Abschluss der Umbauarbeiten ist das sonderpädagogische Förderzentrum am Freitag feierlich eingeweiht worden.

Die Feierstunde in der Mensa des Förderzentrums machte eines vor allem deutlich, die Einweihung ist ein großer Tag der Freude. Schulleiter Hans-Jürgen Brandl erinnerte an die Zeit, als die Klassen der Schule auf etliche Außenstellen verteilt waren. Zum Wohle unserer Kinder und Eltern konnten wir die Außenstellen zusammenführen. Brandl freute sich über zeitgemäße Klassen- und Fachzimmer sowie über mehr Platz, bessere Ausstattung und bessere Nutzungsmöglichkeiten. Zudem stellte der Schulleiter fest, dass die Lage der Schule wirklich lern anregend sei. Die Regierungsdirektorin Irmgard Doll-Edlfurtner sah dies ebenso: Es sei ein Lernort, in welchem sich alle am Schulleben Beteiligten wohlfühlen werden.

Eröffnung des Förderzentrums

Ein Haus mit langer Geschichte

Priens Bürgermeister Jürgen Seifert holte etwas weiter aus und resümierte die wechselvolle Geschichte des Gebäudes. Diese reicht vom ehemaligen Goethe-Institut, das Prien reicher, bunter und lebendiger machte, über Leerstände bis hin zum Förderzentrum. Seifert lobte vor allem Landrat Josef Neiderhell. Durch seine Hilfe gelang es, die Probleme des Sonderpädagogischen Förderzentrum, der Franziska-Hager-Schule und durch den Kauf des ehemaligen Charivari-Hotels auch die Raumprobleme des Ludwig-Thoma-Gymnasiums zu lösen. Wenn es mehr Verantwortliche gäbe, die bereit wären, gedankliche Schranken beiseite zu lassen, hätten wir weniger Probleme in Deutschland und in Europa, so Seifert.

Der Geehrte selbst wollte das so nicht stehen lassen. Die Geschichte habe viele Mütter und Väter, sagte Landrat Neiderhell. Konkret bedankte er sich bei den Kreisräten: Er habe nie betteln müssen, der Weg sei immer mitgegangen worden. Angesichts der mehr als zwei Jahre dauernden Bauarbeiten sprach der Landrat auch einen Dank an die Schülerinnen und Schüler, die Lehrer und den Schulleiter aus, weil sie die Arbeiten parallel zum Unterricht ertragen haben.

Endlich alles unter einem Dach

Damit die Schülerinnen und Schüler sowie die Verwaltung bereits zum Schuljahresbeginn im Herbst 2010 in die neuen Räumlichkeiten umziehen konnten, wurden im ersten Bauabschnitt die bestehenden Seminar- und Büroräume im Ostflügel zu provisorischen Klassenräumen umgebaut. Zudem wurden ein EDV-Raum und die notwendige Fluchttreppe eingebaut und die Möbel beschafft.

Mit dem Umzug in das neue Gebäude verzichtete der Landkreis Rosenheim auf die weitere Nutzung der Räume in der Franziska-Hager-Schule. Dort war ein Teil des Sonderpädagogischen Förderzentrums untergebracht. Der Hauptschulverband wurde dadurch in die Lage versetzt, die dringend notwendige Erweiterung im eigenen Schulgebäude zu verwirklichen. Auf den Bau eines neuen Gebäudes konnte verzichtet werden.

In den Osterferien 2011 begannen dann die umfangreichen Umbauarbeiten im westlichen Gebäudeteil. Die Hotelzimmer in dem damaligen Appartementgebäude wurden zu Schul- und Verwaltungsräumen umgebaut. Unter anderem wurden Wände versetzt und Bäder ausgebaut. Die nicht mehr benötigte Empfangshalle wurde zu einem Werkraum umgebaut.

Umbau innen und außen

Nach Abschluss der Umbauarbeiten sind im Ostflügel sechs Klassenzimmer, Gruppenräume, die Mensa, der EDV-Raum, der Werkraum und die Ganztagesklassen untergebracht. Im Westflügel befinden sich unter anderem die Verwaltung, das Lehrerzimmer, die Räume der Schulvorbereitenden Einrichtung, die Bibliothek, die Lehrküche, die Jugendsozialarbeit, ein Aufenthaltsraum sowie Räumlichkeiten für Textiles Gestalten, Sprachtherapie und den Mobilen Sozialen Dienst.

Abschließend wurden noch die Außenanlagen neu gestaltet. So wurden unter anderem ein 28 Mal 19 Meter großer Allwetterplatz mit Kunststoffbelag neu gebaut und Pausenhofflächen an zwei Seiten des Schulgebäudes hergestellt. Zudem wurden für die Kinder in der Schulvorbereitenden Einrichtung noch mehrere Spielgeräte aufgestellt.

Ein knappes Drittel der Gesamtbaukosten in Höhe von 2,15 Millionen Euro, nämlich rund 670.000 Euro, bezuschusste der Staat. Die verbleibende Summe übernahm der Landkreis Rosenheim.

Mit dem Umbau des ehemaligen Goethe-Instituts ging für das Sonderpädagogische Förderzentrum Prien eine lange Zeit der Aufsplitterung zu Ende. In der Vergangenheit waren vier Klassen und eine Gruppe der Schulvorbereitenden Einrichtung in der Franziska-Hager- Schule untergebracht. Darüber hinaus zwei Klassen in der Teestube am Priener Bahnhof, zwei Klassen in Söchtenau und eine zweite Gruppe der Schulvorbereitenden Einrichtung in Neukirchen in der Gemeinde Riedering. Einzig die zwei im Kloster Frauenchiemsee beheimateten Klassen bleiben auf der Insel.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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