Fünf Häuser mit 28 Wohnungen

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Diese beiden Mehrfamilienhäuser sollen an der Hochfellnstraße entstehen. Im vorderen, westlichen, sind drei, im hinteren fünf Wohnungen geplant. Nach dem Willen des Bauausschusses soll im Entwurf des größeren Hauses der zweistöckige Zwischenbau (im Bild hinter dem kleinen Häuschen zu erkennen) noch gestrichen werden, damit das Vorhaben genehmigt werden kann.

Prien - Zwei Vorhaben zum Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit 20 Wohnungen an der Carl-Braun-Straße und zwei mit acht Einheiten an der Hochfellnstraße hat der Bauausschuss des Marktgemeinderates genehmigt.

Bei Letzteren muss allerdings die Planung für eines der beiden Gebäude nach dem Willen des Gremiums nochmals reduziert werden.

Die "Chiemseeresidenz Schillerstraße GmbH" will auf einem bisher unbebauten, lang gezogenen Grundstück, das sich zwischen Carl-Braun- und Schillerstraße erstreckt, drei Mehrfamilienhäuser bauen. Die Gebäude sollen alle im Grundriss identisch und nahezu quadratisch werden mit Wandlängen von knapp 16 Metern. Für zwei der Häuser sind je sechs, für das dritte acht Wohnungen vorgesehen.

Die Häuser sollen jeweils drei Vollgeschosse sowie ein zurückgesetztes Terrassen-Dachgeschoss mit so genannten Laternendächern bekommen. An diesem Detail stieß sich in der jüngsten Sitzung des Bauauschusses im großen Rathaussaal vor allem Georg Fischer (CSU-Fraktion/parteilos). Denn im Bebauungsplan "Flugplatz West", der auch für dieses Grundstück unmittelbar westlich der Jugendherberge gilt, sind klassische Satteldächer festgeschrieben. Fischer argumentierte, dass sich alle Bauwerber in diesem Areal bisher an diese Vorgabe gehalten hätten. Dr. Claudia Trübsbach (BfP) empfand die vorgelegte Planung als "wahnsinnig massiv".

Hans Bauer von der gemeindlichen Bauverwaltung hielt Fischer entgegen, dass es Laternendächer in der Umgebung bereits gäbe, zum Beispiel an der Seestraße. Die Mehrheit des Gremiums erteilte deshalb dem Antragsteller auch die nötige Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

Für das fragliche Grundstück hatte es in der Vergangenheit bereits einmal eine Baugenehmigung für ein Gebäude gegeben, das sich über eine Länge von 67 Metern erstrecken sollte. Zweite Bürgermeisterin Renate Hof, die die Sitzung in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Jürgen Seifert leitete, empfand die Aufteilung auf drei Gebäude ebenso wie die Bauverwaltung als Verbesserung im Vergleich zu früheren Plänen.

Der Bauantrag wurde mehrheitlich genehmigt. Zu 34 Stellplätzen, die in einer bereits vorhandenen Tiefgarage auf dem Nachbargrundstück reserviert sind, wollen die Antragsteller zusätzlich 22 weitere in einer neuen Tiefgarage schaffen.

Einstimmig gab das Gremium grünes Licht für zwei Mehrfamilienhäuser auf den Grundstücken Hochfellnstraße 12 und 14 - allerdings nur, wenn der Antragsteller, die "Alpina Objekt 2 Hochgernstraße GmbH", die Planung für eines der beiden Häuser nochmals zusammenstreicht.

Bereits in der vorherigen Sitzung hatte das Gremium Zustimmung für die Voranfrage zum kleineren, westlichen der beiden Häuser signalisiert, das östliche aber wegen seiner Größe abgelehnt. Der Planer hatte nun einen neuen Entwurf vorgelegt und den Baukörper nach eigenen Angaben "signifikant verringert".

Der Bauausschuss sah es anders. Michael Anner (CSU) fand die neue Planung "immer noch zu wuchtig" und schlug vor, dem Entwurf unter der Auflage zuzustimmen, dass ein zweigeschossiger Zwischenbau noch zusätzlich wegfallen sollte, sodass nur mehr eine reine T-Form übrig bleibt. Dieser Auflage schloss sich das Gremium dann einstimmig an.

Nun liegt es am Antragsteller, ob er bei der Einreichung des endgültigen Bauantrags dieser Forderung des Ausschusses Rechnung trägt.

db/Chiemgau-Zeitung

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