Prien war aus dem Häuschen

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Nichts ging mehr: Die Bernauer Straße war am Nachmittag und Abend fest in der Hand der Festbesucher.

Prien - Kinder und Erwachsene kamen gleichermaßen auf ihre Kosten beim swingenden Prien am Samstag. Vormittags stieg der "Kindersommer" auf dem Wendelstein-Parkplatz, nachmittags und abends lag Musik in der Luft.

Sonnenschein, bunte Zelte und viele, viele Kinder: Dieses Bild bot der Wendelstein-Parkplatz. Da zeigte in der Bastel-Werkstatt die achtjährige Marcelina Beck aus dem Caritas-Kinderhort anderen Kindern, wie Trommeln und Sambarasseln entstehen. Die Helferinnen aus der Spielstube schminkten unermüdlich die Kleinen und das Team vom "Bündnis für Familie" betreute die Mädchen und Buben bei der "Edelsteinsuche" im Sand.

Trommelnbasteln mit dem Caritas-Kinderhort.

Die Größeren wies Jakob Kunkel in die Kunst der "Finger-Skate-Boards" auf einer selbst gebauten Anlage ein. Kinder der Tanzschule Ziegler, von Tine's Tanzpalast, Prienarraria und des Horts führten Tänze auf und bei der von Priener Geschäftsleuten gestifteten Tombola gab es 3000 Preise zu gewinnen. Der Gesamterlös des Kindersommers wird den Kinderbetreuungs-Einrichtungen in Prien zugute kommen.

Bürgermeister Jürgen Seifert, seine Stellvertreterin Renate Hof sowie Tanja Sievert und Gabi Schelhas vom "Priener Bündnis für Familie" zeigten sich in ihren Ansprachen begeistert darüber, wieviel in der Marktgemeinde für Familien getan wird und setzten sogleich ihre Unterschriften auf die Gründungsurkunde des "Priener Bündnisses für Familie".

Der "Kindersommer" war noch voll im Gange, als auf den verschiedenen Bühnen des Zentrums die Bands loslegten. Am fleißigsten war die Gruppe "Magics" um ihren "Frontman", den Geschäftsleiter der Priener Sparkasse, Werner Schuhmann. Unter den Arkaden der Kirchen-Kapelle hatten sie sich auch das beste Plätzchen ausgesucht.

Ein wenig abseits vom Trubel lief das "Hinterhoffest".

Die "Magics" spielten vom Beginn des Bürgerfestes bis in den späten Abend hinein auf. Die übrigen Bands wechselten sich ab auf der Bühne in der Bahnhofstraße und der Hauptbühne vor der Buchhadlung Mengedoht. In der Bahnhofstraße präsentierten Nachwuchsbands wie "Killin Jim", "Under the 1st floor" oder die "U 10 Band" Hardrock. Blues-Rock spielten auf der Hauptbühne "Ozzham & The Ass Brothers" und Chicago Blues die "Catfish Blues Band", mit dabei der Gitarrenlehrer der Priener Musikschule, Andi Reichhelm.

Den größten Zulauf hatte "Schotter's Jazzhaufen" rund um Josef Steiner am späten Abend. Bei ihrem Swing ging die Post ab. Jugendliche tanzten begeistert vor der Bühne, während auch ältere Semester hingerissen lauschten. Und eine ganz besondere Atmosphäre herrschte beim "Hinterhoffest". "Peter Crow C. & and the Weed Whackers" begeisterten ein großes Publikum mit traditionellem Blues auf Mundharmonika und Gitarre. See-Optiker Michael Staudt, selbst begeisterter Musiker, hatte die Band aus München geholt.

An vielen Ständen verwöhnte die "Priener Wirteelf" die Festbesucher und selbst viele Geschäfte boten bis 20 Uhr Gelegenheit zum Einkaufen. Musterhaft, abgesehen von einem Wolkenbruch gegen 16 Uhr, verhielt sich auch das Wetter. Doch es war wohl eher ein Zufall, dass die "Magics" kurz darauf den Song "Have you ever seen the rain?" spielte. Ihre Musik begleitete auch das Radrennen rund um den Marktplatz.

Biker-Nachwuchs in Aktion.

Hunderte verfolgten das "Priener Radkriterium" mit Teilnehmerm aus ganz Bayern und aus Tirol. Dabei erfolgreich waren auch die Lokalmatadore. Tassilo Fricke wurde Dritter bei der oberbayerischen Radkriterium-Meisterschaft und Rudi Wörndl siegte bei den Senioren. Bürgermeister Jürgen Seifert und der Vorsitzende des Radfahrvereins, Walter Freitag, nahmen die Siegerehrung vor. Und die "Magics" spielten den "Sportpalastwalzer", als die Sieger noch eine Ehrenrunde drehten (siehe auch "Sport in der Region").

Kriteriumsprecher Tilman Rieger dankte Pfarrer Bruno Fink für sein Verständnis. Sogar die Samstagabend-Messe sei dem swingenden Prien und dem Radkriterium zum Opfer gefallen. Auch der Biker-Nachwuchs profitierte davon. Die Gruppe unter der Leitung von Rike Traile zeigte ihre Kunststücke über Hindernisse in Form von Holzpaletten vor der Kirchen-Kapelle. "Normalerweise springen die Kinder über Autos", erzählte Walter Freitag. Also auch noch springende Biker bei "Swinging Prien".

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