Ein neuer Vorplatz zum Jubiläum

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Für diesen Entwurf zur Umgestaltung des Umfelds des Heimatmuseums wird nun der Förderantrag bei der Regierung gestellt.

Prien - Bis 1. Juli soll der Platz vor dem Heimatmuseum umgestaltet werden. Wann der Parkplatz neu gestaltet wird, ist hingegen noch nicht sicher.

Bis 1. Juli soll der Platz vor dem Heimatmuseum umgestaltet werden. Ob auch der Parkplatz westlich des denkmalgeschützten Gebäudes bis zum Jubiläum der Einrichtung Mitte Juli neu strukturiert wird, ist offen. Eventuell wird er erst nach den Feierlichkeiten so umgebaut, wie es Bau- und Hauptausschuss in ihren jüngsten Sitzungen genehmigt haben.

Der 100. Geburtstag des Museums setzt Planer und Kommunalpolitik unter Zeitdruck. Der Entwurf, den Architekt Eberhard von Angerer jetzt präsentierte, ist die Grundlage für einen Förderantrag, der nun bei der Regierung eingereicht wird. Wie wiederholt berichtet, hat der Markt Prien Ende 2012 die Zusage für Fördermittel aus einem Städtebauprogramm erhalten. Das Umfeld des Heimatmuseums ist der erste Bereich, der mit Mitteln aus diesem Zuschusstopf attraktiver werden soll.

Der Platz vor dem Eingang wird neu gepflastert, mit den gleichen grauen Granitsteinen wie der angrenzende Marktplatz. Der kleine Kräutergarten verschwindet - zumindest vorerst. Aus den Gremien wurde mehrfach der Wunsch geäußert, ihn neu anzulegen, wenn der Platz nicht mehr als Ausweichbereich gebraucht wird. Wenn voraussichtlich Anfang April die Sanierung der Pfarrkirche beginnt und der Turm eingerüstet wird, müssen wohl zum Beispiel Stände des Wochenmarkts ihre angestammten Positionen aus Platzgründen aufgeben. Die Arbeiten am Gotteshaus sollen sich über zwei Jahre erstrecken.

Die Pflege des Kräutergartens hatten vor Jahren Realschüler übernommen - aber nur im Rahmen eines Unterrichtsprojekts und nicht ganzjährig. Ein entsprechendes Bild hatten die Pflanzen zuletzt abgegeben. Als möglichen Paten der Anlage für die Zukunft brachte Joachim Bensemann (FW) den Kneippverein ins Gespräch.

Bestandteil des Förderantrags ist auch die Umgestaltung des Parkplatzes, der unmittelbar westlich ans Museumsgebäude grenzt. Von Angerer charakterisierte den Ist-Zustand als "absolut kein Schmuckstück".

Zahl der Stellplätze bleibt erhalten

Unterm Strich soll es bei der Gesamtzahl von 17 Stellplätzen bleiben. Dass angesichts der "prekären" (Aussage von Angerer) Parkplatzsituation in Prien keine Abstellmöglichkeiten wegfallen, wurde von einigen Marktgemeinderäten begrüßt. Zweite Bürgermeisterin Renate Hof, die die Sitzungen leitete, begründete die Notwendigkeit an genau dieser Stelle vor allem auch mit älteren Kirchgängern, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.

14 Stellplätze sollen in drei Reihen (zweimal fünf und einmal vier) so angeordnet werden, dass Autos künftig mit ihren Längsseiten parallel zur Museumsfassade stehen. Drei Stellplätze sind parallel zur Fahrbahn der Höhenbergstraße an deren Ostseite vorgesehen. Auf der anderen Straßenseite sieht der Entwurf eine Verbreiterung des schmalen Gehwegs entlang der Marien-Apotheke vor. Dies soll aber erst Bestandteil eines zweiten, späteren Bauabschnitts sein und ist unter anderem abhängig von der Einigung mit einem privaten Grundbesitzer.

Ein wichtiger Punkt der Planung für heuer ist die Verlegung des Gehwegs, der bisher - durch eine Hecke vom Parkplatz getrennt - entlang der Höhenbergstraße verläuft. Er soll künftig direkt zwischen Stellplätzen und Westfassade direkt entlang des Museumsgebäudes führen.

Bedenken von Werner Waap (BfP), die Anlage eines neuen Parkplatzes könnte der seit vielen Jahren angedachten Umgestaltung des Heimatmuseums räumlich in die Quere kommen, zerstreuten von Angerer und die Mitarbeiter der Bauverwaltung. Der größere, südliche Teil des ehemaligen Bauernhauses steht unter Denkmalschutz. Für einen Um- oder Ausbau, der äußerlich sichtbar wäre, käme deshalb ohnehin nur der wesentlich jüngere, nördliche Anbau infrage. In diesem früheren BRK-Heim ist seit einigen Jahren die wechselnde Dauerausstellung mit Werken der Chiemseemaler untergebracht.

Zeitlich zur Planung für das Museumsumfeld gaben die Ausschüsse auch grünes Licht für ein weiteres Vorhaben in Zusammenhang mit dem Städtebauförderprogramm. Sie vergaben für knapp 16000 Euro netto einen Auftrag an ein Verkehrsplanungsbüro aus München. Der federführende Mitarbeiter ist in Prien daheim und kennt die örtlichen Gegebenheiten deshalb bestens, war aus dem Rathaus zu erfahren.

Das Büro Gevas, Humberg und Partner soll bis Ende März Grundlagen für einen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Bahnhofsareals erarbeiten, der dann im Anschluss durchgeführt werden soll. Drei konkrete Hausaufgaben hat der Marktgemeinderat den Fachleuten als Hausaufgabe mitgegeben: die Optimierung des Seestraßenkreisels, insbesondere Verbesserungen für Radler, die aus der Unterführung in diesen Kreisverkehr einfahren, die Untersuchung der Machbarkeit eines sogenannten Minikreisels an der Einmündung der Hochries- in die Seestraße inklusive einer Simulation und die Erschließung des Bahnhofsvorplatzes von der Hochries- und der Seestraße.

Auch die Vergabe der Verkehrsplanung muss die Regierung erst noch genehmigen und damit die Förderwürdigkeit bestätigen.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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