Jubiläumskonzert des Chiemgau-Orchesters

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Prien - Anlässlich des 50-jähriges Bestehens spielt das Chiemgau-Orchester am 23. November ein anspruchsvolles Jubiläumskonzert im Großen Kursaal.

Das im Jahre 1963 gegründete Chiemgau-Orchester feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet das Orchester am 23. November um 19.30 Uhr in Prien, Großer Kursaal ein Jubiläumskonzert. Dem Konzertbesucher wird ein anspruchsvolles Programm mit überregional gefeierten Solisten geboten.

Ottorino Respighi (1879 - 1936)

gilt als führender Vertreter der neueren italienischen Instrumentalmusik. Als Sohn eines Klavierlehrers erhielt er als Kind Violin- und Klavierunterricht. Von 1891 bis 1899 studierte er Komposition bei Luigi Torchi und Giuseppe Martucci in Bologna. 1902/03 nahm er ein Engagement an die Opera Italiana im Theater in Sankt Petersburg an. Dort begegnete er Nikolai Rimski-Korsakow, bei dem er einige Kompositionsstunden nahm und dessen farbige Orchesterbehandlung ihn stark beeinflusste. 1902 studierte er außerdem kurz bei Max Bruch in Berlin. Seine große Leidenschaft war die Alte Musik. 1908 begann er eine Reihe alter Lautenstücke für Orchester zu bearbeiten. Er schuf drei viersätzige Suiten mit der Bezeichnung „Antike Tänze und Arien“.. Die Herausgabe dieser Orchestersuiten brachten dem Komponisten großen Erfolg und internationale Anerkennung ein. Die dritte Suite für reines Streich-orchester erschien im Jahre 1932

Jan Koetsier (1911 – 2006)

wurde 1911 in Amsterdam geboren. Schon als Kind begeisterte er sich für den Klang der Blechblasinstrumente. Diese Prägung sollte später in vielen Kompositionen für Blechbläser ihren Niederschlag finden. Er studierte an der Berliner Musikhochschule und wurde nach vielen Zwischenstationen Dirigent des Concertgebouw-Orchesters in Amsterdam. 1950 wechselte er zum Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks in München. Von 1966 bis 1976 war er Professor für Dirigieren und Leiter des Hochschulorchesters an der Münchner Hochschule für Musik. Nach seiner Pensionierung widmete er sich verstärkt dem Komponieren.

Das Concertino für Posaunenquartett und Streichorchester op. 115 entstand im Jahr 1988. Besonders die Interpretation der Solisten aus dem Grassauer Bläserensemble dürfte den Zuhörer für das relativ moderne Concertino begeistern.

Edvard Grieg (1843 – 1907)

Sein musikalisches Schaffen fällt in die Zeit der Romantik. Sein ganzes Leben lang versuchte er, einen Beitrag zu einer eigenständigen norwegischen Musik zur Stärkung der norwegischen kulturellen Eigenart und der norwegischen Volksmusik zu leisten. Inspiriert von Robert Schumanns Klavierkonzert – in der gleichen Tonart a-Moll – komponierte er 1868 sein Klavierkonzert, welches sein einziges großangelegtes Instrumentalwerk blieb.

Die Uraufführung am 3. April 1869 in Kopenhagen war Griegs internationaler Durchbruch als Komponist. Das Publikum – darunter die musikinteressierte Königin Louise, zahlreiche Komponistenkollegen und der Klaviervirtuose Anton Rubinstein, der seinen Konzertflügel zur Verfügung stellte – war hingerissen von dem Werk und mehrmals wurde die Aufführung von stürmischem Beifall unterbrochen; nicht nur zwischen den Sätzen, sondern auch nach der großangelegten Kadenz im ersten Satz.

Die Solisten:

Vier Posaunisten aus dem Grassauer Blechbläser Ensemble

Wolfgang Diem, Tobias Spörlein, Oswald Mayr und Johann Schmuck (Baßposaune) übernehmen die Solopartien des Concertino von Jan Koetsier. Alle vier Posaunisten sind Mitglieder des Grassauer Blechbläser Ensemble.

Vor 30 Jahren formierte sich das Grassauer Blechbläser Ensemble aus der Musikschule Grassau und fand nach nur kurzer Zeit seinen unverwechselbaren Ton. Das auch international anerkannte Ensemble gehört seit Jahren zu den wichtigsten musikalischen Repräsentanten des Chiemgaus. Der Zuspruch resultiert aus dem unverwechselbaren Klang und dem umfangreichen Repertoire; von Kostbarkeiten des Barocks bis hin zu Brass-Klassikern des 20.

Jahrhunderts.

Auf zahlreichen Konzertreisen u.a. mit dem Chor der Bamberger Symphoniker und Tourneen durch Ungarn, Brasilien, Russland und Belgien, wurde ihre Musik mit Begeisterung aufgenom-men.

Bekannte Komponisten, wie Jan Koetsier, Hans Mielenz und Werner Pirchner komponierten für die Grassauer; aber auch viele eigene Arrangements vervollkommnen den unverwechselbaren Klang des Ensembles. Die intensive Auseinandersetzung mit alter Musik auf Barockinstrumenten und der leidenschaftliche Einsatz für die bayrische Volksmusik sind eine Besonderheit der Grassauer.

Ein neuer Schwerpunkt ist die Mitwirkung an Lesungen namhafter Schauspieler, die sie mit großer Sensibilität musikalisch bereichern. Ihre Auftritte zählen zu den Höhepunkten des Musiklebens zwischen München und Salzburg.

Volker Banfield

wurde in Oberaudorf geboren und ist in Prien aufgewachsen. Er ist einer der international renommiertesten und künstlerisch herausragendsten Pianisten unserer Zeit. Bereits mit 14 Jahren erhielt er ein Stipendium zum Studium an der Hochschule für Musik in Detmold. Mit 16 Jahren war er bereits einziger deutscher Preisträger des Wettbewerbs „Jeunesses musicales“ in Berlin. 1965 ging er in die USA und studierte an der Juilliard-School in New York bei Adele Marcus; 1968 wechselte er an die University of Texas in Austin und studierte bei Leonard Shure. Beide Studien waren geprägt von deutscher Tradition der „Schnabel-Schule“ und russischer Virtuosität.

1972 kehrte er zurück nach Deutschland und konzertierte regelmäßig in den großen Musikzentren.Etliche Tourneen führten ihn durch die USA und Südamerika, in die UdSSR, den Iran und europäische Länder. Viele Klavierabende und Auftritte mit zahlreichen Orchestern wurden von Rundfunkanstalten übertragen. Er war an über 90 Aufnahmen unterschiedlicher Sender (ARD u.a) beteiligt und nahm das Es-Dur Klavierkonzert von Franz Liszt für das ZDF

sowie das 2. Klavierkonzert von Frank Martin und das 2. Klavierkonzert von Eugen d`Albert für das Schweizer Fernsehen auf.

Banfield war Solist in Produktionen, wie öffentlichen Konzerten mit großen Sinfonieorchestern weltweit. Er produzierte zahlreiche CD´s für diverse Labels. U.a. sind drei CD's den Werken von Robert Schumann gewidmet Diese CD´s haben in der Fachwelt Europas und in USA Aufsehen erregt und diverse Auszeichnungen erhalten. Ein Merkmal Banfields ist allerdings seine Vorliebe für Musik des späten 19., vor allem aber 20. Jahrhunderts. So gilt Banfield z.B. als ein ompetenter Interpret György Ligetis.

Banfield ist gewähltes Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Bayerischen Akademie der schönen Künste München. Er war zudem Jahrzehnte als Pädagoge und Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und derzeit noch an der Hochschule in München tätig. Er ist zudem gefragter Juror bei internationalen Wettbewerben.

Kartenvorverkauf ohne Aufpreis beim Ticketbüro im Haus des Gastes, Alte Rathausstr. 11

Telefon 08051 - 96 56 60 und an der Abendkasse eine Stunde vor Beginn.

hö.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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