Konzept für Prien-Marketing geplant

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Prien - Um die Marktgemeinde als Lebensraum, Wirtschaftsstandort sowie Destination voranzutreiben, sollen Vertreter von Vereinen und Verbänden in einem Gremium ein Marketing-Konzept für Prien erstellen.

Einstimmig einigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend darauf, Klaus Stieringer, den Chef des Bamberger Stadtmarketings, dafür als Moderator zu bestallen.

Unter Federführung von Wirtschaftsreferent Klaus Löhmann (CSU) hatten sich in den vergangenen Monaten Vertreter verschiedener Verbände und Interessengruppen wie Verband Priener Unternehmer (VPU), Kur- und Tourismusverein (KTV), die Wirte-Elf, die Bürgerrunde für Wirtschaft und Tourismus (BWT) sowie zuletzt auch die Priener Tourismus GmbH (PTG) getroffen, um sich über ihre Interessen und Ziele in und für Prien auszutauschen. Vorausgegangen war im Februar auf VPU-Initiative ein viel beachteter Stieringer-Vortrag, in dem der Marketingexperte der Marktgemeinde eine unverwechselbare "Marke, ein Alleinstellungsmerkmal" empfohlen hatte (wir berichteten).

Gemäß der Maßgabe Stieringers, miteinander zu reden, kamen die diversen Interessengruppen überein, ein Marketingkonzept zu erarbeiten, die Zielgruppen zu erfassen, vor allem: die erzielten Erfolge auch zu kontrollieren.

Als Ziele wurden unter anderem genannt: Belebung des Ortskerns, Steigerung des Einkaufserlebnisses, Verbesserung des Ambientes sowie Schaffung ergänzender Tourismusangebote.

Laut Löhmann, selbst Marketingleiter in einem Unternehmen, geht es darum, die Attraktivität Priens zu steigern, das Bewusstsein für mehr Gemeinsamkeiten im Ort zu stärken, kurzum, ein "lebens- und lobenswertes Prien" zu schaffen.

BWT-Sprecher Guido Flohr ergänzte, angestrebt werde ein Lebensraum, in dem die Infrastruktur stimme. Dazu gehörten nicht zuletzt auch sichere Arbeitsplätze. Wirtschaft und Tourismus sollen sich gegenseitig ergänzen. Flohr, nach eigenen Worten zwar "vom gegenüber liegenden Ufer" des Chiemsees, aber seit über 20 Jahren in Prien wohnend, befand: "Wenn sich die Priener zu Hause wohl fühlen, fühlen sich auch die Gäste wohl." Er zeigte sich davon überzeugt, Prien regional wie überregional voranbringen zu können.

Dr. Herbert Reuther (CSU) sagte in der Aussprache erleichtert, bis dato seien schon in "1001 Nächten" Vorschläge gemacht worden, ohne dass sie Früchte getragen hätten. Moderator Stieringer stamme zwar nicht aus Prien, aber aus der Praxis. Deshalb sei auch er, Reuther, für ihn.

Nach der Sommerpause will das Gremium, ausgestattet mit einem Budget von 20000 Euro, seine Arbeit aufnehmen. Dafür veranschlagt Koordinator Löhmann ein dreiviertel Jahr, bevor dem Gemeinderat die Ergebnisse vorgestellt werden. Er versprach vor dem einstimmigen Okay: "Wir wollen nicht nur Ideen, sondern auch Strukturen schaffen."

Im nicht-öffentlichen Teil gab Bürgermeister Jürgen Seifert anschließend noch bekannt, der Gemeinde sei der Erwerb des Erbbaurrechts des BayWa-Geländes in der Hochriesstraße angeboten worden. Obwohl sich Gemeinderat und Bürgermeister mit allen Finanzierungsmöglichkeiten auseinandergesetzt und auch Gespräche wie Verhandlungen mit potenziellen Interessenten geführt hatten, liegt, wie der Rathauschef gestern im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung ausführte, eine Finanzierung "weit von jeder Realisierung" entfernt. Sowohl die Marktgemeinde als auch die möglichen Interessenten sehen somit im Angebot des Rechteinhabers keine Chance der Finanzierung.

mt/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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