Neues Hafengebäude präsentiert

Prien - Ein Jahr nach dem Spatenstich hat die Marktgemeinde Prien das Hafengebäude in der Stippelwerft vollendet und der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf rund 770 Quadratmetern, verteilt auf Erdgeschoss und ersten Stock, haben nun zwei Mieter eine Heimat gefunden: die beiden Segelclubs Prien am Chiemsee und Harras Chiemsee (SCPC und SCHC). Außerdem unterhält die Priener Tourismusgesellschaft als Betreiber des Sportboothafens ein Hafenmeisterbüro in dem Neubau. Am Samstag hat die Gemeinde das Hafengebäude eingeweiht.

Die Marktgemeinde hatte angenommen, dass die Kosten für den Neubau schätzungsweise rund 1,1 Millionen Euro betragen werden. Eine Endabrechung liegt bislang noch nicht vor.

"Nicht ohne Stolz und mit einer gehörigen Portion Freude" hieß Bürgermeister Jürgen Seifert eine ganze Reihe von Gästen, Seglern und Ruderfreunden willkommen. Seifert sprach vom "modernsten Hafengebäude am Chiemsee". Dirk Schröder, Franz Zierer und Karl-Heinz Treiner, die "Hafencrew", lobte der Rathauschef ganz besonders und überreichte ihnen zum Dank neue Diensthemden mit dem Logo der Stippelwerft.

Seifert ging auch auf die Herausforderungen während der Bauzeit ein, auf die Schwierigkeit, ein tragendes Fundament im Seeton zu schaffen. So habe die ausführende Firma zwölf Meter tiefe Pfähle im Boden versenken müssen, damit die Halle mit den Clubräumen, den Lagerstätten und dem Hafenmeisterbüro sicher stehe.

2009 habe man mit dem planmäßigen Abriss der alten Halle begonnen. Der Bürgermeister lobte an dieser Stelle Lothar Demps, den SCPC-Präsident, und die gesamte Mannschaft des SCPC, die trotz Notbetriebs die Jugendarbeit und die Regatten durchgeführt hätten. Ganz besonders würdigte er die Integrative Sparte des SCPC. "Hier habt ihr euch in ganz Deutschland einen guten Namen gemacht", betonte Seifert.

Sein Dank galt auch den beiden am Bau beteiligten Architekten. Stammten die Pläne von Christian Gsella (der beruflich später nach Norwegen musste), so führte Bernd Püschel "qualitätsbewusst" und "termingerecht" - so Seifert - den Bau dann aus. Nun präsentiere sich die Stippelwerft in einem komplett neuen Gewand. Seifert verwies auf das bauliche Ensemble mit dem neuen Gebäude des nahen Rudervereins, das durch sehr viel Eigenleistung entstanden sei.

Sepp Huber, der stellvertretende Landrat, betonte, dass die alte Anlage wirklich nicht mehr zeitgemäß gewesen sei. Von "einem großen Tag für Prien" sprach Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner. "Das habt ihr gut gemacht", galt sein Lob auch der Entscheidung des Gemeinderats, den Hallenbau in Eigenregie zu bewerkstelligen und die beiden Clubs als Mieter darin unterzubringen. Dass Prien "ein Leuchtturm" sei, wie Stöttner hervorhob, konnte auch PTG-Chef Bertram Vogel bestätigen.

Gemeinderat und Bürgermeister hätten, so Vogel weiter, Mut bewiesen und Geld in die Hand genommen, um das neue Hafengebäude zu bauen. Gleichzeitig verwies er auf die vielen ehrenamtlichen Vereine und Einrichtungen am See wie die Wasserwacht und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die den Wassersport am Chiemsee ehrenamtlich sicherer machten.

Den kirchlichen Segen erteilten dann der katholische Pfarrer, Monsignore Bruno Fink, und sein evangelischer Kollege Pfarrer in Ruhe Sämann Wagner.

Auf die Ansprachen folgte eine Regatta um die "PTG-Hafentrophy".

daa/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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