"Gehen wir 2011 mit neuem Elan an"

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Die von Stefan Reinbrecht dirigierte Musikkapelle Prien bei den "Lachenden Klarinetten" mit Dieter Pichatschek und Monika Kronast während des Neujahrskonzertes.

Prien - Neujahrstag um 11 Uhr in Prien: die Straßen und Gehsteige sind leer, zuweilen sind Reste von Silvesterknallern zu sehen, der Festgottesdienst in der gut besetzten Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" ist noch im Gange.

Unterdessen ist der große Kursaal neben dem im Abbruch befindlichen Hotel Charivari voll besetzt, als die Musikkapelle Prien unter der Stabführung von Stefan Reinbrecht mit dem Regimentskinder-Marsch das Neujahrskonzert beginnt.

Musikmeister Max Weidenspointner freute sich in seinen Grußworten, dass die Priener und ihre Gäste der Blaskapelle traditionell am Neujahrstag in so großer Zahl die Treue halten. Unter den Musikfreunden begrüßte er besonders Ehrenbürger und Musikkapellen-Fördervereins-Vorsitzenden Michael Anner sowie Bürgermeister Jürgen Seifert. Im Namen seiner ebenfalls anwesenden Stellvertreterin Renate Hof begann Seifert: "An so einem Tag wie heute gilt es, das alte Jahr zu bewerten und Pläne für das neue zu formulieren." Er zitierte Ludwig Erhard mit den Worten: "Wenn es nicht ganz so schlimm kommt, wie vorhergesagt, dann verzeiht man sogar dem Propheten."

Damit verband der Bürgermeister die Erkenntnis, dass Prien 2010 aus der Krise geführt worden sei. Vorausblickend sagte er: "Im Vorjahr haben wir mit schulpolitischen Entscheidungen jahrzehntelange, positive Voraussetzungen für die Bildung unserer Kinder geschaffen und den Haushalt haben wir mit einer beispielhaften Einheitlichkeit aller 24 Gemeinderäte verabschiedet." Weitere Punkte der Neujahrsansprache von Bürgermeister Seifert waren die sichere Zukunft des Kindergarten Marquette, zwei neue Bebauungspläne, unter anderem auch für Einheimische, sichtbare Ergebnisse der Bürgerwerkstätten und die stolzen Leistungen vieler Ehrenamtlicher und Vereine in Prien. "Gehen wir das neue Jahr 2011 mit neuem Elan und mit der alten Begeisterung an", appellierte der Rathauschef an die Priener, der abschließend noch darum bat, jene Leute nicht zu vergessen, die der Hilfe bedürfen.

Musikbundvorsitzender mit Leonhard Eisner, Markus Fischer, Sebastian Strohmayer, Jakob Kollmannsberger, Musikmeister Max Weidenspointner, Dieter Piechatschek und Dirigent Stefan Reinbrecht (von links).

In den Dank des Bürgermeisters eingeschlossen waren das Gastronomie-Personal und die Service-Kräfte im großen Kursaal sowie die große Zahl der Musikantinnen und Musikanten aus den Reihen der Blaskapelle Prien, die am ersten Tag des neuen Jahres mit frischer Einsatzbereitschaft allgemeine Freude bereiteten. Ein besonderer Gruß und Glückwunsch galt Trompeter Georg Greilhuber, der am 1. Januar Geburtstag feiern konnte. Er und der große Rest der Blasmusik spielten dann unter anderem den "Glück auf-Marsch", die "Prager Gassen-Polka", das Stück "Lachende Klarinetten" mit Monika Kronast und Dieter Piechatschek als Solisten, den "Laridah-Marsch", die "Brin-Polka" sowie die Melodienfolge "Dankeschön" von Bert Kämpfert.

Zwischendurch erheiterte Musikmeister Weidenspointner mit kleinen, lustigen Geschichten. Die begeisterten Zuhörer erklatschten sich mit dem "Radetzky-Marsch", dem "Badonviller-Marsch" und mit dem "Bayerischen Defiliermarsch" gleich drei Zugaben. Leonhard Eisner, Vorsitzender des Musikbundes Ober- und Niederbayern, nahm im Rahmen des Neujahrskonzertes einige Ehrungen vor.

Klarinettist Dieter Piechatschek bekam für seine 25 Jahre währende Aktivität als Blasmusikant die Ehrennadel in Silber mit Urkunde. Drei Nachwuchs-Musikanten hatten im Vorjahr bei den Fortbildungsveranstaltungen erfolgreich teilgenommen. So wurden Markus Fischer (Klarinette) und Jakob Kollmannsberger (Trompete) aufgrund ihres Erfolgs mit dem Bronzenen Leistungsabzeichen ebenso geehrt wie Sebastian Strohmayer, der mit der Posaune mit Erfolg an der Fortbildung teilgenommen hatte. Auch für das neue Jahr 2011 haben sich wieder junge Mitglieder der Priener Blaskapelle für die Leistungsabzeichen-Ausbildung angemeldet.

hö/Chiemgau-Zeitung

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