Bis 2015 leuchtet Prien anders

Prien - Die Gemeinde muss investieren: In über 600 Straßenlaternen müssen Energiesparlampen oder LED-Leuchten eingesetzt werden. Langfristig spart das aber Geld.

Rund die Hälfte der 1361 Priener Straßenlaternen sind noch mit alten Quecksilberdampflampen bestückt. Das muss sich bis spätetens Ende 2015 ändern, denn stattdessen müssen LED-Leuchten oder Energiesparlampen eingesetzt werden, berichtet die Chiemgau-Zeitung am Montag.

Die meisten Straßenlampen gehören dabei dem Energiekonzert Eon, nur etwa ein Zehntel der Marktgemeinde. Dennoch muss Prien auch den Austausch der Quecksilberdampflampen, die Eon gehören, bezahlen. Die Investitionskosten werden dann nur über die Einsparung bei den Stromkosten wieder zurückgeholt.

Schließlich spart die Kommune mit den neuen Lampen deutlich. So verbraucht eine LED-Leuchte etwa 60 Pronzent weniger Strom. Energiesparlampen sparen rund die Hälfte an Strom.

Verzichten wird Prien jedoch auf Fördermittel vom Bundesumweltministerium. So stellt der Bund einen 20-prozentigen Zuschuss in Aussicht (höchtens jedoch 10.000 Euro) in Aussicht. Jedoch müssen Anträge bis Ende März gestellt werden und es kann bis zu einem Jahr dauern, bis feststeht, ob Bundesmittel fließen. Ohne einen Förderantrag verschaffte sich der Gemeinderat somit - mit einstimmigen Votum - zeitlich etwas mehr Luft. Zumal die Gemeinderäte davon ausgehen, dass es finanziell unter dem Strich sowieso keinen Unterschied machen würde.

Im Haushalt wurden für 2013 vorsorglich rund 70.000 Euro für die Investitionen eingeplant. Jedoch würde diese Summe nur für die rund 130 gemeindeeigenen Leuchten reichen.

Eine Umrüstung auf LED würde nach Berechnungen eine Ersparnis von etwa 7000 bis 1000 Euro pro Jahr bringen. Zudem setzt die Gemeinde darauf, dass die Kosten für LED-Lampen mittelfristig sinken werden. Für eine Energiespar-Straßenlampe zahlt man derzeit knapp 100 Euro - für eine LEDs etwa das Doppelte.

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser