Erich Weise starb mit 95 Jahren

Viele Verdienste um Prien erworben

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Prien - Mit Erich Weise wurde eine Priener Persönlichkeit zu Grabe getragen. Der vielfach verdiente und beliebte Mitbürger verstarb nach einem erfüllten Leben kurz nach seinem 95. Geburtstag.

Im Trauergottesdienst in der Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" erinnerte Kaplan Konrad Roider daran, dass Erich Weise dem elterlichen Bauernhof in Unterhaching entstammte. Nach Schulbesuchen in Traunstein und München schaffte er das Abitur. Nachdem seine Eltern eine Molkerei in Prien gekauft hatten, begann er dort 1934 eine Lehre, der eine weitere Ausbildung in Weihenstephan folgte. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs war für ihn geprägt vom Reichsarbeitsdienst im Emsland, von verschiedenen Fronteinsätzen und von einer schweren Verletzung. Glücklich zurück in der Heimat nahm sich Erich Weise der Molkerei und der Käserei an, mehrfache Produktauszeichnungen waren seine Erfolge. Im August 1947 ehelichte er seine Elisabeth, mit ihr und mit den Familien der zwei Töchter hätte er in Kürze das 65-jährige Ehejubiläum feiern können.

Den Gottesdienst gestalteten das Collegium Musicum Prien und die Capella Vocale unter der Leitung von Kirchenmusiker Rainer Schütz. Beim Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart sangen als Solisten Irmengard Schütz, Monika Wallner-Grutsch, Michael Mogl und Thomas Schütz.

Auf dem Friedhof erklangen von Trompeter Matthias Linke die Stücke "So nimm denn meine Hände" und "Ave Maria". Zudem spielten Mitglieder der Priener Blaskapelle einige Weisen, unter anderem das Lied vom "Guten Kameraden".

Ein guter Kamerad war Erich Weise nicht nur für seine Familie, sondern auch für die Marktgemeinde Prien und für verschiedene Vereine und Gemeinschaften. Zweite Bürgermeisterin Renate Hof sprach von einem angesehenen Bürger, der insgesamt 13 Jahre Gemeinderat und zusätzlich drei Jahre Zweiter Bürgermeister war. "Herr Weise hatte einen weisen Blick in die Zukunft", so Hof.

In Vereinen aktiv

Dies bestätigte auch Engelbert Stephan als Präsident des Lions Club, dem Erich Weise 1983/1984 als Präsident, 1985 bis 1987 als Chairman der südostbayerischen Lions-Gemeinschaft und mehrfach als Vize-Präsident, Sekretär und Jugendbeauftragter diente. Mit der Ehrenmitgliedschaft und mit der internationalen Auszeichnung "Melvin-Jones-Fellow" wurden seine Verdienste mehrfach gewürdigt.

Präsident Karl Fricke vom Chiemsee-Yacht-Club erinnerte vor allem an den mühevollen, aber erfolgreichen Erwerb des Clubgeländes im Jahr 1970. Hierfür hatte Erich Weise als Zweiter Vorstand von 1962 bis 1968 entscheidenden Einfluss, 2005 wurde er zum CYC-Ehrenmitglied ernannt.

Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Prien dankte mit Zweitem Vorstand Ernst Mayer, mit Blasmusikweisen, mit der Fahnenabordnung und mit einem dreifachen Kanonensalut einem Kameraden, der den Krieg nach harten und langen Einsätzen überlebte und der über 60 Jahre der Kameradschaft treu blieb.

62 Jahre gehörte Erich Weise auch dem Tennisclub Prien an, dessen Gründungs- und Ehrenmitglied er war.

hö/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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