Prienavera bleibt noch länger zu

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Prien - Eine bittere Pille für den Marktgemeinderat: Das Prienavera muss noch länger geschlossen bleiben als zuletzt befürchtet. Das bestätigte auch Bürgermeister Jürgen Seifert.

Damit drohen der Priener Tourismus GmbH (PTG) als Betreiber und somit indirekt auch dem Markt Prien als Eigentümer angesichts der nahenden touristischen Hauptsaison weitere Einnahmeverluste, die wohl weit im sechsstelligen Bereich liegen dürften. Die Sommerferien gelten in Bezug auf die Besucherzahlen als eine der besten Jahreszeiten für das Bad.

Beim Beginn der Arbeiten, die nach Angaben der Gemeinde durch Folgeschäden von Fehlern aus der Bauzeit ausgelöst wurden, war Ende Februar die Wiedereröffnung für den 2. Juli angepeilt worden. Zwischenzeitlich war schon deutlich geworden, dass dieser Termin wegen "Lieferverzögerungen spezieller Teile" und der Entdeckung "zusätzlicher Mängel" während der Arbeiten - so die Begründung aus dem Rathaus - nicht zu halten sein wird.

Daraufhin war die Wiedereröffnung für Mitte Juli angestrebt worden. Auch das wird aber wohl nicht klappen, bestätigte Seifert, ohne sich auf einen konkreten Zeitpunkt festlegen zu können, denn nicht einmal die Baufirma habe bisher einen neuen Bauzeitenplan vorgelegt. Die wiederholte Verzögerung hänge mit der Montage des neuen Daches samt Halterung zusammen. Konkreter wollte Seifert sich nicht äußern.

Prienavera-Dachsanierung

Qualität der Arbeit hat Priorität

Er betonte aber, dass das Kompetenzteam, das aus den Reihen des Marktgemeinderats eigens für die Dacherneuerung gebildet worden war, der Qualität Priorität einräume, damit künftig technische Probleme "nach menschlichem Ermessen" ausgeschlossen werden können - will sagen: Lieber dauert es etwas länger, dafür wird alles getan, was getan werden kann. Ob das Erlebnisbad nun in der zweiten Julihälfte oder sogar erst im August wieder öffnet, bleibt also noch offen, zumal nach Abschluss der Arbeiten noch ein zehntägiger Probelauf mit vollen Becken ansteht. Strandbad inklusive Gastronomie und Sauna haben derweil unverändert zu den üblichen Zeiten offen. Im Strandbad ist der Eintritt frei, in der Sauna verbilligt - beides als Entschädigung der Besucher für die zwangsweise Schließung des Hallenbads.

db/Chiemgau-Zeitung 

Rubriklistenbild: © tj

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