"Leuchtturm" voll Wasser: Jubiläum des Prienavera

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Im Heißwasserbecken, der bisher größten Verbesserungsmaßnahme seit der Eröffnung neben einem Ruheraum für Saunagäste, tummelten sich die Wasserratten, während zeitgleich nebenan 100 geladene Gäste auf den Geburtstag des Prienavera anstießen.

Prien (CH-Z) - Auf den Tag genau zehn Jahre nach der Eröffnung haben Marktgemeinde und Priener Tourismus GmbH (PTG) mit rund 100 geladenen Gästen den zehnten Geburtstag des Prienavera gefeiert.

PTG-Chef Reb bezeichnete das Erlebnisbad als "Leuchtturm", wie ihn sich viele Touristiker wünschen würden. Im Pavillon des Bades hatten sich viele versammelt, die beim Bau Ende der 90er-Jahre dabei waren. Bürgermeister Jürgen Seifert dankte allen voran den Mitarbeitern der ersten Stunde und dem heutigen Personal mit Reb, Technikchef Andreas Freier und Betriebsleiterin Heike Kunze an der Spitze sowie den politischen Hauptakteuren von damals, Zweitem Bürgermeister Rudi Koschorz, Bäderreferent Walter Poppe und besonders Altbürgermeister Lorenz Kollmannsberger. Dessen Vision, den "weiß-blauen Himmel ins Bad zu holen" sei schließlich prägend für die Konstruktion der Riesenmuschel gewesen.

Zugrunde lag der Idee vor allem auch der Gedanke, den Einheimischen quasi einen Ersatz für das beliebte Warmbad zu bieten. Das Freibad, Baujahr 1970, war in die Jahre gekommen, senkte oder hob sich an den verschiedenen Seiten. Ein Bad sollte her, das ganzjährig genutzt werden kann.

"Besser hätte man es nicht machen können", kommentierte Seifert das Ergebnis. "Es wurde ein Magnet entwickelt, der selbst in schwierigen Zeiten seinesgleichen sucht und der nach wie vor, trotz Wirtschaftskrise, gute Besucherzahlen hat."

Reb erinnerte kurz an die turbulente Zeit vor und zur Eröffnung. Am ersten Tag, dem 23. Oktober 1999, hätten die Besucher für einen Umsatz von 4012 D-Mark gesorgt. "Heute machen wir an guten Tagen das Fünf- bis Sechsfache."

Für das touristisch geprägte Prien sei der Bau damals notwendig gewesen. "Jeder Touristiker spricht gern von einem Leuchtturm", also einer Attraktion, die Ausstrahlungskraft weit über ihren Standort hinaus hat, "wir haben ihn".

Neben den Touristen profitieren auch die örtlichen Schulen und einige Vereine vom Erlebnisbad. Montags bis freitags gehöre es vormittags dem Schulsport, zeitraubende Fahrten in Bäder der Umgebung gehören seit zehn Jahren der Vergangenheit an.

In einer Gästebefragung in jüngerer Vergangenheit habe ein Drittel der Befragten angegeben, das Prienavera während des Aufenthalts in der Marktgemeinde besucht zu haben. Damit trage das Erlebnisbad auch wesentlich dazu bei, "dass das Geld im Ort bleibt", spielte Reb darauf an, dass laut aktuellen Erhebungen jeder Urlauber täglich im Schnitt 98 Euro ausgibt für Quartier, Verpflegung und Vergnügungen.

Ein besonderes Lob verteilte der PTG-Geschäftsführer an die Mitarbeiter, die dafür Sorge tragen, dass das Bad immer sehr sauber sei und deshalb auch heute noch fast wie neu aussehe.

Trotzdem steht dem Prienavera ein großer Eingriff bevor. Im nächsten Jahr soll das Dach mit Millionenaufwand komplett erneuert werden.

db/Chiemgau-Zeitung

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