Priener Kneipp-Jubiläum verschoben

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Barfuß gehen erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance. Deshalb hat zum Beispiel die Gemeinde Reit im Winkl einen Barfußpark eröffnet.

Prien - Im November jährt sich zum 50. Mal die Ernennung Priens zum Kneipp-Kurort. Nun musste die Geburtstagsfeier auf Samstag, 11. September, verschoben werden.

Im März waren im Marktgemeinderat die Eckdaten für ein dreitägiges Jubiläumsfest Mitte Juli vorgestellt worden. Zwei Gründe waren für die Verlegung und Konzentration auf einen Tag maßgeblich. Zum einen würden "zu lange Feierlichkeiten nicht die nötige Reputation erfahren", umschrieb Bürgermeister Jürgen Seifert in der jüngsten Sitzung auf Anfrage aus dem Gremium die Befürchtung, dass bei einer Ausdehnung des Festes auf drei Tage die Resonanz des Publikums sinken könnte.

Der Hintergrund für die Verlegung um zwei Monate in den September ist ein ganz praktischer. Zum Jubiläum soll als zusätzliche Attraktion zu den vier örtlichen Kneippbecken ein sogenannter Barfußweg eingeweiht werden. Dieser Parcours, auf dem unterschiedlichste Beläge erspürt werden können, würde bis Mitte Juli nicht rechtzeitig fertig, erklärte Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Priener Tourismus GmbH (PTG).

Die PTG hat das Programm deshalb zusammen mit der Bürgerrunde und dem örtlichen Kneipp-Verein, die auch den ursprünglichen Anstoß gegeben hatten, umgeplant.

Die Feier zum Jahrestag der Ernennung Priens zum ersten und einzigen Kneipp- Kurort Oberbayerns soll am Samstag, 11. September, um 14 Uhr mit einem Festakt im kleinen Kurpark oder Foyer des kleinen Kursaals beginnen. Zu den Rednern wird nach dem jetzigen Stand der Planung auch Achim Bädorf gehören, der Geschäftsführer des Verbands deutscher Kneipp-Heilbäder.

Nach einer Einführung in die "fünf Säulen" Sebastian Kneipps (Heilkraft des Wassers, Vitalität durch Bewegung, Heilwirkung der Kräuter, gesunde Ernährung, Harmonie von Körper und Geist) soll nahe des Kneippbeckens im Eichental der Barfußweg eingeweiht und eine Hinweistafel auf den "Priener Kneipp-Weg" enthüllt werden. Er soll künftig die vier Becken (Eichental, kleiner Kurpark, Feßler-Weiher und Prienavera) miteinander verbinden und auch den Kräutergarten vor dem Heimatmuseum integrieren.

Kurze Vorträge sollen den Gästen die Kneippsche Lehre näherbringen, die Priener Blaskapelle soll die Veranstaltung musikalisch auflockern und umrahmen. Dass die Gaumenfreuden nicht zu kurz kommen, garantiert die Wirte-Elf unter dem Motto "Da haben wir was angerichtet". Abschluss des Festtags wird ein ökumenischer Gottesdienst sein. Er ist für 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt vorgesehen.

Für den Barfußweg hat sich Seifert zufolge eine örtliche Klinik als Sponsor angeboten. Die Gemeinde werde den zugesagten Betrag verdoppeln.

db/Chiemgau-Zeitung

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