Ein Projekt für Dorf, Schule und TSV

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Damit die Sport- und Mehrzweckhalle nicht zu dominant wirkt, wird sie 1,2 Meter tief in den Boden eingepasst. Foto strasser und partner

Grabenstätt - Einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung des Baues einer Sport- und Mehrzweckhalle ging nun der TSV Grabenstätt. Bei der Hauptversammlung des Sportvereins im Gasthaus "Zur Post" sagten sie bei einer Stimmenthaltung grundsätzlich Ja zum Bau.

Nachdem der Gemeinderat schon im vergangenen Jahr dem Projekt grünes Licht gegeben hatte. Vorab informierte Martin Eisenbichler vom Planungsbüro Strasser aus Traunstein über den aktuellen Stand der Vorplanung. Errichtet wird die Zweieinhalbfach-Halle neben der Schule am südwestlichen Rand auf einem Gemeindegrundstück. Der First am Satteldach wird niedriger als der an der Schule sein. Um das Gebäude optimal in die Umgebung einzupassen, wird es 1,20 Meter in den Boden versenkt. Ein unterirdischer Gang verbindet Schule und Halle. Der Pausenhof bleibt erhalten, ebenso der Grüngarten.

Einstimmig zugestimmt haben die Mitglieder der Gründung einer Bauherrengemeinschaft zwischen der Gemeinde und dem TSV, nachdem Vorstand Roman Metzner die finanzielle wie auch rechtliche Situation dargelegt hatte. Damit wird eine bestmögliche Bezuschussung durch die Schulförderung und den Bayerischen Landessportverband (BLSV) sichergestellt, erklärte Metzner. Die Regelungen zur Bauherrengemeinschaft sehen außerdem vor, dass die Halle nach Beendigung der Baumaßnahmen und eventueller Gewährleistungsthemen in das Eigentum der Gemeine übergeht.

Bei voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro beträgt die Förderung durch den BLSV in etwa 460000 Euro und die der Schulförderung zika 200000 Euro. In Eigenleistung müssen vom TSV 230000 Euro erbracht werden. Ein Teil der Finanzierung wird aus Eigenmitteln, Planungs- und Arbeitsleistung bestritten. Die Arbeitsleistung wird sich in erster Linie auf die beiden erdgeschossigen Anbauten konzentrieren.

Zudem ist geplant, mit den Ortsvereinen, die eng in das Projekt eingebunden sind, einen Spendenförderverein zu gründen. Metzner sagte ferner, die auf Initiative von Franz und Alois Wiesholler zustande gekommene Aktion "Baumspende" der Waldbesitzer habe sich sehr gut angelassen, so sei mit 60 Bäumen die Hälfte des benötigten Bauholzes schon gesichert.

Einstimmig beschlossen wurde auch eine Nutzungsvereinbarung zwischen TSV und Gemeinde, die vom Landessportverband als Förderstelle vorgegeben wird.

Von Anfang an mit einbezogen in die Planungen seien Schule und Ortsvereine, um deren Bedarf zu berücksichtigen, denn "es ist ein Projekt für das Dorf, die Schule und den TSV", sagte Metzner. Er sähe die Halle als Bereicherung für das dörfliche Leben, hier würde auch Raum geschaffen für gesellige und kulturelle Veranstaltungen.

Ebenso sah es Bürgermeister Georg Schützinger, der den TSV als verlässlichen Partner lobte und keinerlei Zweifel daran aufkommen ließ, dass das Großprojekt sowohl mit Hilfe der Dorfgemeinschaft als auch finanziell bewältigt wird.

Mit dem Baubeginn rechnen die Verantwortlichen im Frühjahr 2011. kem

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