Prozess geplatzt

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Traunstein/Pittenhart - Im Juni 2008 starben zwei Menschen bei einem Unfall bei Pittenhart. Verantwortlich dafür soll laut Anklage ein 53-jähriger Obinger sein. Am Dienstag platzte der Prozess gegen ihn.

Mit einer unglaublichen Wucht prallten am 6. Juni 2008 zwei silberne Audis A3 zwischen Obing und Pittenhart frontal aufeinander - laut eines Gutachtens fuhren beide Autos mit einer Geschwindigkeit von jeweils 85 bis 90 Stundenkilometern. Zwei Menschen kostete der fatale Aufprall das Leben - einem 72-jährigen Mann aus Pittenhart und seinem achtjährigen Sohn.

Fotostrecke: Tödlicher Unfall am 06.06.2008

Tödlicher Unfall bei Pittenhart am 06.06.2008

Die Schuld an dem schlimmen Unfall soll gemäß Anklage der Staatsanwaltschaft Traunstein der 53-jährige Handwerker aus Obing tragen, der selbst schwere Verletzungen erlitten hatte. Er soll ohne die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfalt auf gerader Strecke und bei trockener Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn geraten sein.

Am Dienstag sollte die Hauptverhandlung gegen den Obinger wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Traunstein stattfinden. Richter Maximilian Lermer musste den Prozess aber kurzfristig absetzen. Der Grund: Ein Verkehrssachverständiger hatte sein Gutachten erst einen Tag vor dem Verhandlungstermin abgeliefert. Das Ergebnis widersprach einem ersten Gutachten total in der Schuldfrage. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft Traunstein, ob ein Obergutachten in Auftrag gegeben wird. Richter Lermer weiter: „Ein neuer Prozesstermin ist nicht abzusehen.“

So berichtete das OVB über den tödlichen Unfall:

Schreckliche Unfälle im Chiemgau

Achtjähriger nach Unfall gestorben

Rubriklistenbild: © dpa

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