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"Radlerparadies" öffnet seine Pforten

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Bernau - Im Wettbewerb um die Gunst der Urlauber feilt die Gemeinde Bernau weiter mit Nachdruck an ihrem Profil als "Radlerparadies". Mit Hilfe aus den Reihen der Bürger hat die Kurverwallung jetzt rund 30 Radtouren zusammengestellt.

Die 30 Radtouren sind in einem Heft veröffentlicht. Im Tourismusausschuss des Gemeinderates hat Bernhard Schulz, der Leiter der Kurverwaltung, als nächsten Schritt auf dem Weg zum Radlerdorado angekündigt, die Strecken zu begehen, Mängel zu erfassen und dann Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Quer durch Deutschland geht nach wie vor ein Radlboom. Immer mehr Bürger fahren in den Urlaub und treten in die Pedale - und bringen dann auch Geld in die Tourismusgemeinden. Nach Angaben von Schulz verbuchten die Beherbergungsbetriebe in deutschen Landen im vergangenen Jahr 22 Millionen Übernachtungen der Radfahrer. 1,4 Milliarden Euro bezahlten die sportlichen Gäste ihm zufolge für die Quartiere.

Aus dieser allgemeinen Begeisterung für den Sport in der Natur will auch die Gemeinde Bernau Kapital schlagen: Im Konkurrenzkampf mit anderen Kommunen wirbt sie nun als "Radlerparadies" um die Gunst der Urlauber. Und die Ausgangslage ist laut Schulz gut: Bernau habe ein "supertolles Radwegenetz", sagte der Leiter der Kurverwaltung.

Auf dem Weg zum Radlerparadies hat die Gemeinde eine erste Strecke zurückgelegt. Mit Hilfe von Dr. Rainer Pausch und Hansjörg Decker habe die Kurverwaltung die schönsten Touren zusammengestellt. Dieses "Rad-Booklet", so Schulz, sei jetzt im Haus des Gastes erhältlich und könne an die Urlauber ausgegeben werden.

Der Tourismusausschuss lobte die Zusammenstellung der Touren. Bürgermeister Klaus Daiber sprach von einer "guten Sache". Gleichwohl kritisierte er jedoch, dass die Kurverwaltung im Rahmen der ersten Auflage des "Booklets" - laut Schulz erschienen rund 300 bis 400 Stück - teure Farbkopien erstellt habe. Künftig müsse der billigere Weg eingeschlagen und das Heft gedruckt werden. Vor dem Hintergrund des finanziellen Aufwandes für die Erstellung der ersten Exemplare beschloss der Tourismusausschuss, das DIN-A5-Heft nicht kostenlos, sondern gegen eine Schutzgebühr von einem Euro abzugeben.

In dem Radwanderführer präsentiert die Gemeinde, so ihr Anspruch, den sie auf der Titelseite formuliert, Bernau und dessen "einzigartiges Radwegenetz am Chiemsee". Auf 32 Seiten erläutert sie 29 Touren für alle Leistungsklassen: für die Familie ebenso wie etwa auch für den Mountainbiker. In wenigen Sätzen beschreibt sie jeweils die Tour. Sie gibt Auskunft über die Länge und die Fahrzeit, über Steigungen und den Straßenbelag. Sie beschreibt jeweils in aller Kürze den Weg und erläutert ihn anhand einer Karte. Das Angebot reicht von einer Familienradtour "Chiemseepark Felden", die von der Tourist-Info in Bernau zum Irschener Winkel geht, bis zu einem Abstecher auf die Rad- und Wanderroute "Jakobsweg", der Salzburg mit Peißenberg verbindet - und der auch durch die Gemeinde Bernau führt.

In seiner jetzigen Form ist das Heft zunächst einmal nur eine "Notlösung", die die Kurverwaltung, wie sie mitteilte, herausgibt, damit die Leute schon in diesem Jahr etwas über die Radwege in die Hand bekommen. Geplant sei, so Michael Jena von der Kurverwaltung, die Gestaltung mit Hilfe eines Grafikers zu verbessern und den Radl- dann zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit einem Wanderführer in gebundener Form herauszubringen.

Neben dem "Booklet" veröffentlicht die Gemeinde auch einen "Flyer" mit Informationen für den Radtourist. Der Handzettel erscheint nach Angaben aus der Kurverwaltung in den nächsten Tagen in einer Auflage von 5000 Stück. Und in den nächsten Wochen und Monaten unternimmt die Kurverwaltung weitere Aktionen zugunsten des "Radlparadieses". So will sie etwa die Beschreibung der Wege an Ort und Stelle verbessern. Neue Schilder habe sie, so Jena, bereits in Auftrag gegeben. Und sie vertiefe auch die Werbung: Auch und gerade mit dem "Booklet" und dem "Flyer" beteilige sie sich heuer wieder an der "Bike Expo" in München.

Doch alles glänzt auf den Radwegen in Bernau trotzdem noch nicht. So gibt's auf den Strecken, die die Gemeinde jetzt immer mehr in das Bewusstsein der Urlauber rücken will, immer wieder Stellen und Abschnitte, die in ihrem Zustand verbessert werden müssen. Ein Beispiel: Zu große Steine entpuppen sich laut Schulz immer wieder als Gefahrenstellen.

Der Leiter der Kurverwaltung will diese Schwachstellen im Radwegenetz aufspüren. So hat er jetzt im Ausschuss angekündigt, die Strecken zu besichtigen, die Unzulänglichkeiten zu erfassen und dann dem Gemeinderat Wege aufzuzeigen, sie zu beheben. Den Anfang will Schulz, wie er weiter sagte, auf drei Routen machen: In Augenschein nimmt er nun laut eigenen Angaben die Strecke vom Chiemseepark Felden zum "Farbinger Hof", den "Panoramaweg" von Bernau nach Rottau und wieder zurück sowie die "Familienradtour" in die Kendlmühlfilze von der Tourist-Info in Bernau bis zum Moorlehrpfad in Rottau. Nach diesen ersten Kontrollen werden laut dem Leiter der Kurverwaltung zu einem späteren Zeitpunkt weitere auf anderen Wegen folgen. pü

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