Räte einig: "Wer zahlt, schafft an"

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Frasdorf - Bei seiner letzten Sitzung stellte der Frasdorfer Gemeinderat nach der Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung die Jahresrechnung 2010 fest.

Der Verwaltungshaushalt belief sich auf 3681143 Euro, der Vermögenshaushalt auf 1050654 Euro. Damit wurde der gesamte Jahreshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 4731797 Euro abgeschlossen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller und der Verwaltung die Entlastung zu erteilen. Nach dem Vortrag des Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses, Heinrich Rehberg, erläuterte Geschäftsführer Andreas Oppacher die Maßnahmen der Gemeinde zur Abstellung der im Bericht angesprochenen Mängel. Er erklärte, dass der für die Planung und Bauaufsicht der Kinderkrippe verantwortliche Architekt in Frasdorf nicht mehr zum Zuge kommen werde. Die ursprünglich für den Ausbau und Neubau veranschlagten Kosten seien vollkommen aus dem Ruder gelaufen, wichtige Gewerke wurden vergessen oder zu spät in Auftrag gegeben. Die Gemeinde werde - in enger Abstimmung mit dem Ordinariat - bei künftigen Bauarbeiten im Kindergarten und in der Kinderkrippe anstreben, dass die Ausschreibungen und Abrechnungen nach den gültigen Grundsätzen der Ausschreibung durch die Gemeindeverwaltung durchgeführt werden. "Wer zahlt, schafft an", waren sich die Gemeinderäte am Tisch vollkommen einig. Gegen die Stimme von Josef Stein beschloss der Gemeinderat, die Geschäftsordnung des Gemeinderates zu aktualisieren und dem derzeitigen Stand anzupassen.

In der katholischen Pfarrkirche Sankt Margaretha ist der Wurm drin. Nachdem im letzten Jahr die Westseite des Kirchturms mitsamt der Schieferdachdeckung erneuert sowie in diesem Jahr die Renovierung der Westseite des Kirchenschiffes mit eigenen Mitteln durchgeführt wurde, sind die Rücklagen der Frasdorfer Pfarrgemeinde aufgebraucht. Die Bekämpfung des Holzwurmes könne aber nicht mehr aufgeschoben werden, er habe seine Spuren mittlerweile deutlich überall im Gotteshaus hinterlassen, hieß es. Der Befall trete besonders massiv an den beiden Seitenaltären, dem Hochaltar sowie an der äußeren Verkleidung der Orgel auf. Frisches Holzmehl in größeren Mengen wurde auch am Gestühl, der Kanzel, auf der Empore und im Glockenstuhl festgestellt. Die Kosten für eine komplette Begasung belaufen sich auf rund 30000 Euro, davon habe die Pfarrgemeinde die Hälfte zu tragen. Diese Maßnahme soll rund 50 Jahre anhalten. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, 5000 Euro für die Bekämpfung des Holzwurmes in der Pfarrkirche zur Verfügung zu stellen, der Betrag ist im Haushalt 2012 einzustellen.

Als letzten Beschluss des Jahres 2011 stiftete das Gremium 10000 Euro an die Bürgerstiftung Frasdorf.

In der vorangehenden Sitzung des Haupt- und Bauausschusses hatte das Gremium keine Einwände gegen den Bau eines Spänesilos an der Werkstatt in Leitenberg. Keine Einwände erhob der Ausschuss auch gegen einen Bauantrag zum Einbau von Quergiebeln in das bestehende Bauernhaus in Leitenberg und den Neubau einer Milchkammer. Mit gemischten Gefühlen und zwei Gegenstimmen genehmigte das Gremium den Antrag der Firma Stöer, zur Außenwerbung auf dem Grundstück Obholzer unmittelbar am Edeka-Parkplatz eine unbeleuchtete Werbetafel aufzustellen. Da das Vorhaben an anderen Stellen bereits mehrfach wegen einer möglichen Ablenkung der Verkehrsteilnehmer abgelehnt wurde, sah der Ausschuss an dieser Stelle keine Möglichkeit mehr, dem Vorhaben seine Zustimmung zu verweigern. Keine Einwände erhob das Gremium gegen die Rodung und Wiederaufforstung eines Waldstückes in Wilhelming.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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