Rathaus steht auf erster Siedlungsstelle

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Ortsheimatpfleger Franz Burghardt, Bürgermeister Johann Thalhauser und Autor Ferdinand Steffan (von links) stellten den zweiten Band der Breitbrunner Ortschronik vor.

Breitbrunn - Heuer wurde der zweite Band des Chronik-Projektes vorgestellt. "Ein wunderbares Werk, das macht mich als Breitbrunner stolz," freute sich Ortsheimatpfleger Burghardt.

"Wir haben zwar keine Burg und kein Schloss mit Hintergrundgeschichte, jedoch erfahren wir durch das zweite Chronik-Projekt ,Vor- und Frühgeschichte', dass sich schon in der Jungsteinzeit die Menschen am Chiemsee hier am ,breiten Brunnen' angesiedelt hatten und somit die Ursiedler unseres Heimatortes waren", sagte Bürgermeister Johann Thalhauser bei der Vorstellung des neuen Bandes in der Reihe "die Geschichte der Gemeinde".

In Anwesenheit zahlreicher Gäste, des Gemeinderates und der Vereinsvorstände, wurde das erste Exemplar der Ortschronik "Vor- und Frühgeschichte" von Ortsheimatpfleger Franz Burghardt, der als "Organisator" bei der Entstehung des Bandes wirkte, und Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan, Autor, Archäologe und großer Kenner der römischen Geschichte, an den Bürgermeister überreicht.

"Dass unser Rathaus direkt auf dieser ersten Siedlungsstelle steht, erfüllt mich als Bürgermeister mit besonderem Stolz", sagte Thalhauser, der auch auf die zweite große Fundstelle in der Gemeinde hinweis: den Standort der römischen "Villa Rustica" mit Badehaus bei Unterkitzing. Der Bürgermeister dankte allen, die sich an der Erforschung der Geschichte von Breitbrunn beteiligt hatten.

"Es ist ein wunderbares Werk entstanden und das macht mich als Breitbrunner stolz," freute sich Ortsheimatpfleger Burghardt. Wenn auch immer von der "grauen Vorzeit" erzählt werde und auch der Umschlag des neuen Werkes grau sei, so hätten doch Autor Steffan und viele Helfer Licht in die Vor- und Frühgeschichte gebracht, erklärte Burghardt.

Er erinnerte daran, dass der erste Band der Chronik über die Haus- und Hofgeschichte aus dem Jahr 2008 bereits über 500-Mal verkauft worden sei.

Als zweiter Band wäre eigentlich die Schulgeschichte an die Reihe gekommen. Leider seien aber verschiedene Unterlagen nicht zugänglich gewesen, bedauerte Burghardt. Die "Vor- und Frühgeschichte" sei deshalb vorgezogen worden. In diesem Werk seien alle jemals gefundenen, archäologisch bedeutenden Fundstücke im Gemeindegebiet erfasst worden.

Der dritte Band werde dann die Schulgeschichte sein, der vierte soll sich der Vereinsgeschichte" widmen, der fünfte und letzte schließlich der "Kirchengeschichte".

In seinen Ausführungen erinnerte Autor Steffan, der auch Gymnasiallehrer für Geschichte und Latein war, daran, dass 1999 auch eine Schulklasse in das Projekt der Versuchsgrabung auf dem Gelände der "Villa Rustica" von Unterkitzing eingebunden worden war. Dabei hatten die Schüler die mühselige Spurensuche vor Ort kennengelernt.

Steffan unterstrich, dass mit dem Werk ein Band der frühesten Geschichte des Breitbrunner Raumes entstanden sei, der umfassend informiere und zur weiteren Beschäftigung mit der Ortsgeschichte anregen solle.

Der Autor würdigte die tatkräftige Unterstützung von Burghardt, der die lokalen Kontakte hergestellt, für das umfangreiche Bildmaterial gesorgt und die Drucklegung begleitet hatte.

Der neue Band ist für 15 Euro in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft im Rathaus und in der Tourist-Info Breitbrunn zu haben.

th/Chiemgau Zeitung

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