"Wutbürger" auf der Ratzinger Höhe

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Die "Hansl Rosi" nahm beim Starkbierfest des CSU-Ortsverbandes kein Blatt vor den Mund und las den Rimstingern die Leviten.

Rimsting - "Die Ratschkathl" las den Rimstingern bei der Josefifeier des CSU-Ortsverbandes die Leviten. Die "Hansl Rosi" alias Rosi Hell traf in ihren witzigen Ausführungen den richtigen Ton.

Ortsvorsitzender Fedor Volckmar-Frentzel freute sich über den guten Besuch im Gemeindesaal. Bürgermeister Josef Mayer zapfte mit einigen wuchtigen Schlägen das erste Fass Josefibock an.

Die "Ratschkathl" verschonte niemanden. Sie nahm die Kommunalpolitiker - den Bürgermeister und die Gemeinderäte - aufs Korn. Auch die Vereinsvorstände bekamen ihr Fett weg.

Einige Male erwähnte sie die Vorhaben auf der Ratzinger Höhe. Die "Wutbürger" dort seien einfach gegen alles - gegen den Aussichtsturm ebenso wie gegen den Naturfriedhof und den digitalen Behördenfunk. Nachdem der Standort des Aussichtsturmes wieder von Dirnsberg nach Hitzing verlegt worden sei, könne es mit dem Naturfriedhof vom "Lampe Schorsch" doch noch etwas werden. Durchaus denkbar sei, dass der Turm die vom Rimstinger Kirchturm entfernte Glocke erhalte, für die noch kein Standort gefunden worden sei. Der Sendemast für den digitalen Funk könne dann auch gleich daneben stehen. Alternativ könne der Turm aber auch auf der Strandanlage zum Vögel- und Biberbeobachten aufgestellt werden, meinte die Rosl.

Dass der Bürgermeister schon längst eine Brille bräuchte, ließ sie nicht unerwähnt. Die modebewusste "First Lady" würde ihm bestimmt bei einem passenden Gestell behilflich sein.

Dass Kaplan Christoph Klingan bei der Predigt wissse, wann es Zeit zum Aufhören sei, mache ihn in Rimsting sehr beliebt. Dass die Kirchenverwaltung die frühere Pfarrerwohnung aber nicht an den neuen Gemeindereferenten vermieten wollte und lieber auf einen Ruhestandspriester warte, fand die Fastenpredigerin "a bisserl stur".

Ein moderner Wind wehe jetzt in Greimharting, wenn die "Fischer Mary" in der Kirche künftig den Wortgottesdienst halte. Die Kinder werden laut der "Ratschkathl" zittern - und die Besucher werden schauen, wenn ein "Weiberleut" vorne am Altar steht.

Ihr Lob galt den Montagsturnerinnen für ihren Basar für wohltätige Zwecke. Allerdings hätten sie Angst, so die "Hansl Rosi", dass es nicht mehr lange dauern werde, bis die baufällige Turnhalle zusammenkrache.

Für die richtige Stimmung auf dem Starkbierfest sorgte die Jugend der Blaskapelle Prien unter Leitung von Brigitte Buckl. Attraktive Preise gab es bei einer Tombola zu gewinnen.

th/Chiemgau-Zeitung

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