Beschlossen: Recycling-Firma expandiert

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Chieming - Die Anlagen der EHG Recycling GmbH auf den Grundstücken Sondermoninger Straße 5 und 7 werden zusammengelegt. Dafür sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung aus.

Befürwortet wurden auch die Erweiterung der überdachten Schüttboxen sowie die Nutzung der Halle eins zur Abfalllagerung und Abfallbehandlung. Das Gemeindegremium erteilte mehrheitlich sein Einverständnis zur Erhöhung der Gesamtlagerkapazität von derzeit 1140 auf 1200 Tonnen für nicht gefährliche Stoffe. Des Weiteren erfolgte eine Tonnagenerhöhung von 260 auf 300 Tonnen pro Tag für die Behandlung und den Umschlag nicht gefährlicher Stoffe. Weiter hieß es, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte nicht überschritten und der Straßenverkehr sich nur geringfügig erhöhen werde.

Elisabeth Heimbucher und Sebastian Heller (beide Bündnis 90/Die Grünen) stimmten gegen den Antrag mit der Begründung, dass die Erweiterung Schritt für Schritt zunehme, wobei ein Schlusspunkt bereits längst erreicht sei.

Bürgermeister Benno Graf sagte, die Entwässerung erfolge über das Regenrückhaltebecken und bemerkte, über die Einleitung in den Schmutzwasserkanal werde die Gemeinde noch eine Sondervereinbarung mit der EHG abschließen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt beinhaltete die geplante Sanierung und Neugestaltung des Zugangsbereichs zur Aussegnungshalle und die Erweiterung der Urnenanlage im Friedhof.

Die Räte sprachen sich für die Bildung einer Arbeitsgruppe aus, da Landschaftsarchitekt Martin Grandl aus Traunstein mögliche Planungsvorstellungen bereits erarbeitet habe. Wichtig seien dabei, ein behindertengerechter Zugang zur Aussegnungshalle und die Neugestaltung des dortigen Vorplatzes zu erreichen.

Graf informierte über die zu erwartende Mehrung von Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr für die Krippengruppe, die es seit Januar 2009 im Gemeindekindergarten gibt. Er regte eine künftige Betreuungszeit von bis zu vier Stunden an, die vormittags anfallen würden. So soll eine zusätzliche Ergänzungskraft für 20 Wochenstunden eingestellt werden und die bei der derzeitigen vorhandenen Ergänzungskraft sollte die Arbeitszeit von bisher acht Stunden auf zehn Wochenstunden erhöht werden. Der Gemeinderat gab dazu sein Einverständnis.

Einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zum Ausbau des Dachgeschosses des Feuerwehrgerätehauses in Hart für den Schießbetrieb hat die Harter Schützengesellschaft an die Gemeinde gestellt. Bisher nutzten die Harter Schützen den beengten Keller des Gasthauses "Zum Bräu", der den vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entspricht. Der Gemeinderat bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro.

Keine Stellungnahme und Diskussion gab es zum Antrag von Heller und Heimbucher über eine Beschlussfassung zur Ablehnung einer Laufzeitverlängerung für das Kernkraftwerk Isar I. Graf sagte, der Gemeinderat sei dafür nicht zuständig.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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