Regen spülte Kies unter Wegen aus

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Mitten in der Hauptsaison müssen im Hofanger Wege ausgebessert werden, um Baumängel zu beheben.

Gstadt - Ausgerechnet in der Hauptsaison mussten im Strandbad Hofanger die Bauarbeiter anrücken. Die Unwetter der vergangenen Wochen hatten Baumängel in der Anlage zutage gefördert.

2006/07 hatte die Gemeinde das abschüssige Gelände zwischen Staatsstraße und Chiemseeufer mit Millionenaufwand zum Naturpark mit Restaurant, Kräutergarten und Spazierwegen ausbauen lassen. Früher grasten dort Kühe.

Eigentlich hätte seinerzeit für den Unterbau aller Wege 50 Zentimter tief ausgebaggert werden müssen, um auch den Frostschutz zu gewährleisten. Bei manchen Wegen wurden die Vorgaben auch eingehalten, an "zwei Schlüsselstellen" aber nicht, sagte Bürgermeister Bernhard Hainz im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Schlüsselstellen sind sie vor allem deshalb, weil an den Wegen auch Niederschlagswasser den Hang hinab entwässert wird. Die Führungen der Entwässerungsleitungen seien seinerzeit unsachgemäß angelegt worden. Durch das abfließende Wasser waren deshalb jetzt regelrechte Gräben entstanden.

Die Wassermassen der jüngsten Unwetter hatten dazu geführt, dass größere Mengen Kies ausgespült wurden, erläuterte Hainz, dass die Reparaturarbeiten keinen Aufschub duldeten und in der Hauptsaison erledigt werden müssen, wenn am Hofanger Hochbetrieb herrscht. "Es ging nicht anders, Wir machen nur das Allernötigste", betonte der Bürgermeister.

Die Arbeiten sollen in diesen Tagen abgeschlossen werden. Sie werden Hainz zufolge von einer einheimischen Firma erledigt, einer anderen als der, die vor Jahren den ursprünglichen Bau durchgeführt hatte.

Hainz hatte in der jüngsten Gemeinderatsssitzung im Gemeindehaus Gollenshausen das Gremium über die entdeckten Mängel informiert. Vor Beginn der Reparaturarbeiten hatte es auch einen Ortstermin mit dem Architekten gegeben, bei dem die Mängel besprochen worden waren.

Für die Gemeinde dürften die Ausbesserungen keine Kosten verursachen, weil die Behebung der Mängel noch in die Zeit der Gewährleistung fällt.

Es war aber nicht der erste Ärger, den der Naturpark der Gemeinde verursachte. Im Kräutergarten mussten in den vergangenen Monaten sämtliche Pflanzen ausgewechselt und umgestaltet sowie der Pflanzboden erneuert werden. Für den passenden Standort der verschiedenen Pflanzen war bei der Erstbepflanzung offenbar nicht die richtige Auswahl getroffen worden.

th/db/Chiemgau-Zeitung

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