Regen vertreibt 8000 Gäste

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Prien - Ein Bilderbuch-Marktfest veranstalteten der Trachtenverein und der Ski-Club im Herzen Priens. Allerdings musste es wegen Regens und Gewitter schlagartig abgebrochen werden.

Den Auftakt bildete Bürgermeister Jürgen Seifert, der mit sicherer Hand und vier Schlägen einen fast ganz trockenen Anstich beim ersten Fass des Hofbräuhauses Traunstein schaffte. „Bleibt hier und trinkt ein Bier“ – diese Aufforderung des Gemeindeoberhaupts nach dem Anzapfen folgten die Priener und ihre derzeit zahlreichen Gäste überaus gerne.

Gut 100 Frauen und Männer des örtlichen Trachtenvereins und Ski-Clubs waren schon in den frühen Morgenstunden auf den Beinen, damit der Bieranstich wohl vorbereitet war. Priener Böllerschützen ließen dann am mittag lautstark den Auftakt des Festes verkünden und in kurzer Zeit waren die schattigen Biertische belegt.

Die Schwerpunkte der Tische und Bewirtung waren in der gesamten Fußgängerzone, vor der Marienapotheke, vor dem Heimatmuseum und in der Schulstraße. Den musikalischen Auftakt bildete die Musikkapelle Prien mit ihrem Dirigenten Stefan Reinbrecht. Die große Besetzung war bereits zum dritten Male inmitten der Fußgängerzone an einem überdachten und etwas erhöhten Platz positioniert. Die weiteren Musikanten waren die „Stoabach-Buam“ und die Kapelle „Blechdatschi“. Aufgrund der räumlichen Aufteilung störten sich die Kapellen nicht und alle Besucher konnten sich gemütlich die verschiedenen Weisen anhören.

Zur Gemütlichkeit gehörten dann auch Brotzeiten, Gegrilltes, Steckerlfische und Getränke, von denen reichlich vorhanden waren. Kleine Stände mit individuellen Angeboten sowie große Verkaufstellen von Mitgliedern der Priener Wirte-Elf ergänzten sich bestens. Lustige, vergnügliche und farbige Angebote wie ein Kinderkarussell, Kinderschminken, Wurf- und Schießbuden sowie Hau- den-Lukas sorgten dafür, dass Groß und Klein unbeschwerliche Stunden hatten.

Damit das Vergnügen reibungslos funktionierte, mussten viele Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche Hand anlegen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und der großen Anzahl freiwilliger Helfer war die Organisation reine Routinesache. Jeder hatte seine Aufgabe. Paul Röger zum Beispiel war unter anderem dafür zuständig, dass die Tische immer sauber abgeräumt sind, wenn Besucherwechsel war. „Der Einsatz geht vom vormittäglichen Herrichten bis zum abschließenden Zusammenräumen, das ist anstrengend, aber auch schön“, so Paul Röger.

Gegen 21 Uhr fing es etwas zu regnen an, da machte die Priener Blasmusik eine kurze Pause, begann aber wieder mit dem Spielen als der Regen wieder nachließ. Die Verantwortlichen erkundigten sich um diese Zeit um das Wettergeschehen in Rosenheim. Als es von dort hieß, dass es heftig gewittert und es gleich darauf auch in Prien, entschlossen Club und Tracht das Marktfest zu Sepp Furtner, Zweiter Vorstand stand des Trachtenvereins übernahm die Durchsage und fand auch vollstes Verständnis.

Rund 50 und Männer machten sich  dann daran, das gesamte Marktfestgelände zu reinigen, damit zum gestrigen Feiertag und "Mariä Himmelfahrt" wieder alles wie gewohnt sauber ist. "Beim Zusammenräumen hat es geregnet, was runterfallen kann, wir waren alle vollkommen durchnässt, als wir um 1 Uhr in der Früh fertig waren, da hörte es dann auch wieder zu regnen auf", berichtete Robert Gmeiner von der großen Schar der nächtlichen Helferinnen und Helfer. Zum Dank für das starke Zusammenhelfen werden die beiden Veranstaltervereine traditionsgemäß im Herbst wieder ein Marktfest-Helferfest veranstalten.

hö/Chiemgau-Zeitung

 

Rubriklistenbild: © dpa

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