Ziele und Themen vom Rosenheimer Landratskandidat Sepp Hofer 

"Es geht nicht um mich, sondern um die Freien Wähler" 

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Der Landratskandidat der Freien Wähler, Sepp Hofer, wurde einstimmig nominiert. 
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Landkreis Rosenheim/Halfing - Sepp Hofer möchte nach seiner Niederlage 2014 erneut als Landratskandidat antreten. Am Donnerstagabend wurde er im Landgasthof Schildhauer bei der Gemeinschaftsversammlung des Halfinger Ortsverbands und des Kreisverbands der Freien Wähler (FW) nominiert und einstimmig gewählt. 

Damit ist es offiziell: Sepp Hofer kandidiert 2020 als Landratskandidat. Vorgeschlagen hat ihn Mary Fischer, die ihn in ihrer kurzen Begründung als "bodenständig, echt und verlässlich" beschrieb, seit sie ihn 2012 kennen gelernt hat, als sich die Initiative "Gegen Gasbohrungen unter dem Langbürgner See" gegründet hat. 

"Der Sepp ist ein Kind dieser Heimat und als solches vertritt er die Interessen der Bürger in der Region. Er kennt unseren Landkreis wie seine Westentasche und hält die Fahne hoch für die Freien Wähler", erläuterte Fischer und mahnt: "Wir brauchen keine Politiker, die sich zur Aufgabe gemacht haben, sich zu repräsentieren und wenn es ernst wird, sich dann zu ducken." 

Mary Fischer schlug als Kandidaten für den Landratsposten Sepp Hofer vor. 

Hofer indes habe seine Hausaufgaben gemacht und sich vorbereitet. "Er ist auf Augenhöhe mit den Mitmenschen und wir einen hervorragenden Landrat abgeben, da bin ich überzeugt", erklärte Fischer und übergab das Wort schließlich an Hofer selbst.

Themen und Ziele von Sepp Hofer 

"Grundsätzlich geht es bei meiner Kandidatur nicht um mich, sondern primär um die Freien Wähler, die Kreistagsliste und unsere Mandate auf Zehn Plus X zu erhöhen", begann Hofer seine Rede. "Wenn ich mir so anschaue, was von links und rechts so daherkommt, dann erkenne ich, dass der Anteil derer mit gesundem Menschenverstand geringer wird. Dagegen müssen wir etwas tun und deshalb stelle ich mich als Galeonsfigur zur Verfügung, weil es mir wichtig ist, für den gesunden Menschenverstand zu kämpfen."

  • Als erstes Thema sprach Hofer den Brenner-Nordzulauf an. "Ich möchte ein klares Nein aussprechen für die dritte und vierte Bahnstrecke. Uns reicht die Bestandsstrecke. Wollen wir dem Inntal wirklich 20 Jahre lang eine Großbaustelle in einer Größe von 200 Hektar zumuten? Das tötet Tourismus und Landwirtschaft." 
  • Die Baustelle in Gabersee hingegen bekam Lob von Seiten Hofers: "Der Gemeinschaftsbau des Bezirks Oberbayern und dem Landkreis Rosenheim ist toll. Wir stellen hier die Weichen, dass die örtliche medizinische Versorgung für jedermann zu jeder Zeit gewährleistet wird. Es kostet viel Geld, ist aber essentiell für die Gesundheit der Bürger." 
  • Was die Bildung anbelangt, so äußerte sich Hofer als dankbar, dass so viel investiert wird in der Region. "Sei es die geplante Erweiterung der FOS/BOS in Rosenheim oder der Umbau der Berufsschule in Wasserburg - bei der Bildung können wir uns sehen lassen."
  • Mahnende Worte sprach Hofer in punkto Wohnungsbau aus: "Das Thema nervt mich bisserl. Muss denn jeder von irgendwoher zu uns ziehen? Freilich, bei uns ist die Welt noch in Ordnung was die wirtschaftliche und geographische Lage angeht - aber unterm Strich sei gesagt, dass die die kommen, lediglich die Preise nach oben treiben. Welcher normale Bürger kann sich denn noch leisten in Rosenheim zu wohnen, wenn der Quadratmeter 1000 Euro kostet? Ich hätte eine bessere Lösung als die, die der Rosenheimer Oberbürgermeister-Kandidat Andreas März zuletzt vorschlug: Rosenheim liefert die Arbeitsplätze in der Stadt und wir auf dem Land die Arbeitskräfte. Und um die dort hinzubringen, wo sie gebraucht werden und etwas bewirken können, dafür sorgt der ÖPNV." 
Sepp Hofer: Ihm gehe es bei der Kandidatur nicht primär um seine Person, sondern um die Freien Wähler. 

Am Ende hielt Hofer fest: "So etwas, wie damals am Langbürgner See geplant war, wird es mit einem Landrat Sepp Hofer nicht geben, das verspreche ich jetzt schon." 

Diese Kandidaten der anderen Parteien sind bislang bekannt

Einer der Gegenkandidaten für Sepp Hofer ist Otto Lederer von der CSU. Lederer will den aktuellen Landrat Wolfgang Berthalter, der sich bei einem Sturz in seinem Büro im Juli 2018 schwer verletzt hatte, beerben.

Auch die Parteifreien haben ihren Kandidaten für das Amt des Landrates vorgestellt. Es handelt sich dabei um den Stephanskirchener Bürgermeister Rainer Auer.

mb

Quelle: rosenheim24.de

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