Neues Wassernetz im Bau

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Nach Plan läuft der Aufbau der neuen Trinkwasserversorgung.

Reit im Winkl - Seit Juli des vergangenen Jahres gehören sie zum festen Straßenbild entlang der  305 zwischen Reit im Winkl und dem Masererpass: Bagger, Raupenfahrzeuge, Lastwägen. Der Grund:

Die Gemeinde Reit im Winkl realisiert in diesem Areal eine neue Trinkwasserversorgung für den Bergort.

Nachdem im Herbst witterungsbedingt nicht alle Einzelbereiche des knapp zwei Millionen teuren Projektes abgeschlossen werden konnten, laufen die Arbeiten derzeit völlig plangemäß, wie aus der Verwaltung und auch an der Baustelle zu erfahren war. So konnte auch die Zeitverzögerung durch die derzeit günstigen äußeren Umstände wieder aufgeholt werden.

Vor wenigen Tagen abgeschlossen wurde der erste Bauabschnitt, die Verlegung der 2830 Meter langen Wasserleitung zwischen dem Ortsteil Entfelden entlang der B 305 zum geplanten Wasserwerk in den Weißgräben. Begonnen wurde mittlerweile mit dem zweiten Abschnitt, dabei wird eine Rohrleitungen von diesem Wasserwerk bis zur Pankratiusquelle im Boden verbaut.

"Der Untergrund ist bislang eigentlich ideal", erklärt Baustellenleiter Josef Vogel, will heißen, es kommen keine größeren Felsen zum Vorschein, welche die Arbeiten behindern könnten. Bis zu 20 jeweils sechs Meter lange Rohre werden pro Tag von den sieben Mann einer Tiefbaufirma aus Cham im Bayerischen Wald verlegt, demnächst soll dieser zweite Abschnitt ebenfalls fertig gestellt sein.

Gebaut wird in Kürze auch das Wasserwerk, den Auftrag dazu erhielt die Firma Vinzenz Bachmann aus Schleching, wie Bürgermeister Josef Heigenhauser im Gemeinderat bekannt gab. Wenn in dieses Gebäude auch die Technik wie vorgesehen installiert werden kann, sollte im September mit der Förderung des Trinkwassers bereits begonnen werden können. Dann kommen die Reit im Winkler in den Genuss eines laut Untersuchung hervorragenden Trinkwassers: Dieses ist in 200 Meter Tiefe in Dolomitgestein eingeschlossen, das Alter wird auf 10000 Jahre geschätzt.

Zu diesen drei Tiefbrunnen kommt dann auch noch die Schüttung aus der reaktivierten Pankratiusquelle. Zusammen sollen diese Quellen die Trinkwasserversorgung für den Ortskern von Reit im Winkl nachhaltig sichern.

ost/Chiemgau-Zeitung

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