Richtfest für Seebettenhaus der RoMed Klinik

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Von der Seeseite sind die Dimensionen des neuen Seebettenhauses bereits deutlich zu erkennen.

Prien - Die RoMed Kliniken haben ein weiteres Etappenziel bei der Erneuerung erreicht. Der Rohbau des Seebettenhauses steht, jetzt war Hebfeier für den 20-Millionen-Euro-Bau.

Im Herbst 2012 soll er fertig sein. Beim Richtfest freuten sich die künftigen Nutzer über "Beton gewordene Wünsche".

Rosenheims Landrat Josef Neiderhell bei der Hebfeier des Bettenhauses.

Nach der Fertigstellung des Gesundheitszentrums (GHZ) an der Romed- Klinik Prien im Herbst 2009 gingen Stadt und Landkreis Rosenheim als gemeinsame Betreiber des Krankenhauses daran, die Klinik in weiten Teilen zu erneuern. Zwei Bettenhäuser der früheren Thyssen-Klinik aus den 1960er-Jahren werden erneuert, nur der Funktionsbau (wo heute der Haupteingang ist) aus den 1980er Jahren bleibt stehen.

Als erster Trakt fiel 2010 das alte Seebettenhaus. An seiner Stelle entsteht auf einer Grundfläche von 1200 Quadratmetern für rund 20 Millionen Euro ein viergeschossiger Bau, der wegen des schwierigen Untergrunds am Chiemsee auf massiven Pfählen steht, die weit ins Erdreich getrieben wurden.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden 550 Tonnen Stahl und 3300 Kubikmeter Beton (400 Lkw-Ladungen) verbaut. Herausgekommen sind "Beton gewordene Wünsche", wie es Kaufmännischer Leiter Klaus Papke und Ärztlicher Leiter Professor Dr. Christoph von Ritter bei der Hebfeier vor vielen geladenen Gästen formulierten.

Zimmerer Josef Gramelsberger aus Übersee beim Richtspruch.

Landrat Josef Neiderhell erinnerte an die dreijährige Planungsphase, hob die Anstrengungen von Stadt und Landkreis zur wohnortnahen medizinischen Versorgung, auch im Namen von Romed-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hervor und freute sich, dass das Priener Krankenhaus trotz langjähriger baubedingter Einschränkungen von den Patienten ungebrochen gesucht werde "und man gut behandelt nachhause zurück kehrt".

Dieses Lob für die medizinische und pflegerische Qualität hörten die anwesenden Mitarbeiter gern. Die künftige bauliche Infrastruktur wird nach von Ritters Überzeugung dafür sorgen, dass gutes Personal noch mehr motiviert und die Klinik auf der Suche nach hochqualifiziertem, künftigen Personal gute Karten haben wird.

Alle Patientenzimmer in den oberen Etagen des Seebettenhauses werden über Balkone mit Blick auf den Chiemsee verfügen. Im Erdgeschoss entstehen der künftige Haupteingang mit Foyer und Rezeption, eine Cafeteria mit Kiosk, Speiseraum und Seeterrasse, Konferenz- und Besprechungsräume sowie Büros.

Ein Lichthof wird den Neubau mit dem alten Funktionstrakt verbinden.

In den Pflegestationen darüber wird das Haus über 95 Betten verfügen. Zusätzlich werden Endoskopie, Fachabteilungen, Neugeborenenstation und Belegabteilungen dort untergebracht. Im obersten Stockwerk entsteht die neue Krankenhauskapelle. Vor der Hebfeier hatten sich Planer, Vertreter der Kirchen und der Klinik getroffen, um über den jetzt vorliegenden Entwurf für diesen Andachtsraum zu diskutieren (wir berichten noch gesondert).

"Wie prächtig dieser Bau sich hoch reckt Richtung Himmel in Weiß-Blau" dichtete Zimmerer Josef Gramelsberger beim Richtspruch auf dem Gerüst in luftiger Höhe. Derzeit liegen die Kosten etwas unter dem Niveau der veranschlagten 20 Millionen Euro, freute sich Neiderhell - auch deshalb, weil der Landkreis über zwei Drittel der gesamten 50 Millionen selbst schultern muss. Die Zuschüsse des Landes fließen "zwar etwas spärlicher" als erhofft, dafür aber sehr schnell.

Nach der geplanten Fertigstellung des Seebettenhauses im Herbst 2012 wird mit dem zweiten Bauabschnitt, dem Südbettenhaus an der Harrasser Straße begonnen. Dafür sind weitere zweieinhalb Jahre veranschlagt.

red/Chiemgau Zeitung

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