Bauvoranfrage gebilligt: Weg für Markt frei

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Das Bebauungskonzept für den Lebensmittelmarkt an der Bahnhofstraße zeigt unten den Parkplatz mit geplanten 65 Stellplätzen, darüber (lila) das Marktgebäude und nördlich davon (grün) Ausgleichsflächen als "Puffer" zur nahen Wohnbebauung.

Rimsting - Die Gemeinde bekommt jetzt wohl doch einen Lebensmittelmarkt. Das ist seit der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend so gut wie sicher.

Der Gemeinderat billigte in der Sitzung am Dienstagabend einstimmig die Bauvoranfrage der Rimstinger Firma "Ursus GmbH" von Thomas Ursch für die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes, möglichst als Vollsortimenter, an der Bahnhofstraße.

Der Markt soll möglichst als sogenannter Vollsortimenter nördlich anschließend an das Betriebsgebäude der Firma Diffraktionstechnik Huber entstehen. Das Gremium leitete dafür das erforderliche Bauleitverfahrens mit Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes in die Wege.

Bereits im Jahr 2006 wäre es fast zur Ansiedlung eines Einkaufsmarktes an der Ecke Endorfer/Sommerstraße gekommen. Der Bebauungsplan dafür war seinerzeit fast im Stadium der Planungsreife. Der potenzielle Betreiber zog seinen Antrag aber dann doch wieder zurück, weil die Straßenanbindung nicht seinen Vorstellungen entsprochen hatte.

Die Firma "Ursus" will nun auf vier zusammenhängenden Grundstücken an der Bahnhofstraße einen Lebensmittelmarkt mit "Backshop" mit einer Bruttogeschossfläche von 1200 Quadratmetern und einer Nutzfläche von 1100 Quadratmetern errichten.

Die Verkaufsfläche soll sich über gut 830 Quadratmeter erstrecken. Während auf den südlichen Grundstücken das Gebäudes mit Anlieferungszone und 65 Stellplätzen entstehen soll, sind die beiden nördlichen Flur-nummern als "Biotopfläche" und damit als gesetzlich erforderliche Ausgleichflächen vorgesehen. Sie sollen, so geht es aus der Anfrage der Firma hervor, zugleich als "Abstandspuffer" zu der dahinterliegenden Wohnbebauung dienen.

Die Zufahrt zum Markt soll über die Bahnhofstraße durch eine "geeignete Aufweitung" der Fahrbahn und eine eigene Abbiegespur erfolgen. Außerdem sei geplant, auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage zu schaffen, geht aus der Anfrage hervor.

Der Gemeinderat hatte bereits in nicht öffentlicher Sitzung über das Vorhaben beraten und seine Zustimmung unter Einhaltung von mehreren Bedingungen in Aussicht gestellt. Besonders legt das Gremium Wert auf die Freihaltung einer "Pufferzone" nach Norden durch die Ausweisung von Ausgleichsflächen. Eine Bebauung mit Wohngebäuden wurde ausgeschlossen.

Großen Wert legt der Gemeinderat zudem auf eine "ortstypische und landschaftsgebundene Gestaltung" des Markt-Gebäudes. Dies soll im Bebauungsplan geregelt werden. Ferner soll die tatsächliche Nutzung für einen "Lebensmittel-Einkaufsmarkt" durch einen städtebaulichen Vertrag sichergestellt werden.

In der Diskussion sah das Gremium einmütig die Ansiedlung eines Lebensmittel-marktes als Gewinn für die Gemeinde an. Es soll auch kein reiner "Biomarkt" sein. Für einen solchen hatte sich die Ortsgruppe der SPD seit einigen Jahren stark gemacht.

Idealer sei nach Meinung des Gremiums eine Kombination aus einem sogenannten Vollsortimenter mit einer umfassenden Bioabteilung. Als günstig wurde auch der Standort zwischen den beiden Ortsteilen, Dorfgebiet und Bahnhofssiedlung, angesehen.

Gezeigt wurde in der Sitzung der Lageplan mit dem bereits schlüssigen Bebauungskonzept. Das Bauleitverfahren mit Aufstellung eines Bebauungsplanes und Änderung des Flächennutzungsplanes wurde eingleitet. Bisher sind die fraglichen Grundstücke als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen.

Der Planungsauftrag wurde in nicht öffentlicher Sitzung vergeben.

th/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser