53.000 Euro für Erlebnisspielplatz

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Rimsting - Die Gemeinde Rimsting baut einen Erlebnisspielplatz auf der Ratzinger Höhe. Die Planung im Rathaus steht. Der Gemeinderat hat sie abgesegnet.

Der Spielplatz entsteht im Zuge des Erlebnisweges, den die Kommune mit Hilfe von Geld aus dem EU-Förderprogramm "Leader" anlegen will. Der Gemeinderat genehmigte die Planung für den Bau des Spielplatzes mit einer Gegenstimme. Die Kommune kann jetzt den Bauantrag stellen und den Lieferauftrag erteilen. Die Kosten für die Spielgeräte betragen rund 53.000 netto.

Bürgermeister Josef Mayer erinnerte daran, dass der Gemeinderat im April beschlossen habe, ein Spielplatzgremium aus Mitgliedern des Gemeinderates und der Leader-Gruppe zu bilden, um die Planung voranzutreiben. Einzige Vorgabe sei gewesen, nicht, wie anfangs diskutiert, das Thema "Schloss", sondern "Römer" als Grundkonzept zu verwenden.

Im Rahmen von insgesamt drei Treffen habe dieses Gremium dann, so der Bürgermeister weiter, verschiedene kleinere Änderungen, vor allem Verschiebungen im Hangbereich über dem Gasthof Weingarten, besprochen und zusammen mit der Lieferfirma in der Planung dann auch umgesetzt.

Die Kosten für die Spielgeräte, darunter auch eine kleine Seilbahn, betragen laut Mayer netto 53.000 Euro. Hinzu kommen gemäß dem Bürgermeister die Kosten für die Bodenbearbeitung einschließlich der Bepflanzung, die auf rund 20.000 Euro geschätzt worden seien.

Klaus Bauer (CSU) stimmte gegen die Planung. Er erklärte, dass der Spielplatz als solcher gut gestaltet und begrüßenswert sei. Der Standort sei jedoch nicht geeignet. Über den Erlebnisweg sei der Bereich für Familien mit Kinderwagen nicht zu erreichen. Man müsse über eine Teerstraße dorthin gehen, so Bauer. Ihm hielten mehrere Gemeinderäte entgegen, dass der Erlebnisspielplatz schließlich für größere Kinder gedacht sei, die nicht mehr im Kinderwagen sitzen.

Der Gemeinderat diskutierte anschließend über den Ausbau des Erlebnisweges. Auch alternative Streckenführungen kamen zur Sprache. Ein Beschluss fasste das Gremium nicht.

Der Rathauschef erwähnte, dass sich der Gemeinderat ohnehin noch mit weiteren Stationen des Erlebnisweges und einer Ausdehnung des Wegenetzes befassen müsse. Das Gremium überlegte, ein in der Landesgartenschau Rosenheim verwendetes Bienenhaus für 8000 Euro zu kaufen und zu einer weiteren Station zu machen. Der Bürgermeister soll das Thema jetzt mit dem Imkerverein erörtern, auch in Hinblick auf einen für Bienen geeigneten Standort am Erlebnisweg.

Zur Sprache kam eine Idee, vom Westenbachtal (Gantstube) Richtung Ludwigshöhe einen Weg zu schaffen. Dazu erklärte Dr. Fritz Hornschuch (UWG) als betroffener Grundeigentümer, dass dies für ihn nicht in Frage komme. Die Ludwigshöhe sei von der Ostseite begehbar - und dies solle auch so bleiben.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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