Beliebte Bucht darf nicht verlanden

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Der Schafwaschener Winkel verlandet immer mehr. Die Tourismusbeauftragten des Rimstinger Gemeinderates fordern nun, dass sich die Kommune intensiver mit diesem Problem auseinandersetzt.

Rimsting - Die Tourismusbeauftragten der Gemeinde schlagen Alarm: Gegen die Verlandung im Schafwaschener Winkel müsse etwas unternommen werden.

Die Tourismusbeauftragten des Gemeinderates, Mary Fischer und Johann Grießl (beide CSU), raten der Gemeinde, sich mit der Verlandung sowie dem übermäßigen Bewuchs mit Algen und anderen Wasserpflanzen im Schafwaschener Winkel intensiver zu beschäftigen. "Sonst wird auf lange Sicht oder vielleicht in gar nicht mehr so langer Zeit unser größtes touristisches Kapital nur noch einem Weiher gleichen", warnten die beiden Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung im Rathaus.

Die beiden Tourismusbeauftragten legten ihren Zwischenbericht ganz bewusst während der Hauptsaison vor, um offene Augen und Ohren für das eine oder andere Thema zu finden, das nur im Sommer ein solches ist.

Fischer bat, zu überlegen, ob sich der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee nicht dieses Problems annehmen könnte, weil die Verlandung im Chiemsee schließlich ja nicht nur Rimsting betreffe.

Sie erinnerte auch an die Bedeutung der Strandanlage zwischen Prienmündung und Schafwaschener Winkel als beliebter Freizeitplatz für Gäste und Einheimische. Die angedachte Aufwertung über das "Leader"-Förderprogramm der EU (wir berichteten) werde die Besucherfrequenz mit Sicherheit weiter steigern.

Für das Badevergnügen sollte besser gesorgt werden, forderte die Tourismusbeauftragte. Das Seegras wachse ohne Unterlass und die "Seekuh" - das Mähboot des Landratsamtes Traunstein - sei nach Beschwerden der Badegäste über das wuchernde Gestrüpp schon zum wiederholten Male angefordert worden, erinnerte sie an die Probleme der vergangenen Wochen.

Zum Erlebnisweg auf die Ratzinger Höhe sagte sie, dass dieser mit seinem Aussichtsturm und dem Erlebnisspielplatz bei Gästen und Einheimischen schon auf viel positive Resonanz gestoßen sei. Auch die Weinpflanzung in Weingarten werde eifrig diskutiert und viele Gäste würden schon darauf warten, was es im nächsten Jahr auf dem Erlebnisweg Neues geben wird. Langfristig werde sich der Erlebnisweg, der mit verschiedenen Stationen weiter aufgewertet werden soll, sicher positiv auf den Bekanntheitsgrad von Rimsting auswirken.

Grießl berichtete über eine kürzlich durchgeführte Gästebefragung im Verband, bei der sich die Urlauber sehr zufrieden mit den angebotenen Wandermöglichkeiten und Ausflugszielen gezeigt hätten. Kritik sei jedoch unter anderem am Schlechtwetterprogramm und am öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geübt worden.

Negativ beurteilt worden sei auch die Beschilderung der Wanderwege. Grießl hofft deshalb, dass sich mit der geplanten neuen Beschilderung des Chiemseerundweges und des Erlebnisweges "Ratzinger Höhe" eine merkliche Verbesserung einstellen werde.

Fischer ging noch auf die Neuerungen in der Tourist-Info Rimsting ein, insbesondere im Hinblick auf Aktivitäten im Internet. Geplant sei für Rimsting auch eine Facebook-Seite, deren Vorbereitung allerdings mehrere Monate in Anspruch nehmen werde. Auf das herkömmliche Gastgeberverzeichnis könne aber nicht verzichtet werden, sagte Fischer.

Sie wies auch auf die ihrer Meinung nach oftmals ungenügende personelle Besetzung der Tourist-Infos hin. Die Eingabe von Meldescheinen ins EDV-System, die von qualifizierten und teuren Mitarbeitern erledigt werden müsse, sei sehr zeitaufwendig. Die Mitarbeiter sollten sich eigentlich mit der besseren Vermarktung des Ortes beschäftigen, fand Fischer. Eine digitale und damit zeitsparende Lösung der Erfassung sei jedoch noch nicht in Sicht, bedauerte sie.

Fischer berichtete abschließend vom Wunsch mancher Gäste nach einem Hundebadeplatz. Er wurde vom Gremium jedoch äußerst skeptisch beurteilt. Bürgermeister Josef Mayer erinnerte daran, dass die Gemeinde vor einigen Jahren schon einmal einen solchen Hundebadeplatz im "Seepark Schafwaschen" in Betracht gezogen hatte. Die Bewohner des nahen Siebenbürgerheimes, die dort gerne spazieren gehen, hatten sich aber klar dagegen ausgesprochen.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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