Bayern-Star in Rimsting

Trotz Verspätung: Besuch von Boateng ein voller Erfolg

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Rimsting - „Bier ist genug da!“, so beruhigte der Moderator die wartende Menge in der neugebauten Turnhalle der Gemeinde Rimsting. Zuvor musste er vermelden, dass Jerome Baoteng, der Grund der gesamten Veranstaltung, sich verspäten würde.

Der noch junge Fanclub "Rot-Weiss Ratzingehöhe e.V." hatte bereits vier Jahre nach der Gründung das Glück, einen Spieler des FC Bayern in der Vorweihnachtszeit geschickt bekommen zu haben. Der Vorstandsvorsitzende des Fanclubs, Arnold Andreas, beschreibt den Moment des Anrufs so: "Es war der absolute Wahnsinn, als ich den Anruf des FC Bayern München bekommen habe und sie sagten, dass wir einen Spieler bekommen würden. Als mir dann auch noch gesagt wurde, dass Jerome Boateng kommt, bin ich fast durch die Decke geschossen. Der absolute Wahnsinn!". 

Alles nur für Boateng

Mit relativ großem Zeitdruck, nur zwei Wochen Vorlauf, stellten die Mitlgieder des Fanclubs die ganze Veranstaltung auf die Beine und dekorierten die 500 Personen fassende Turnhalle der Gemeinde mit diversen FC Bayern-Fahnen, -Plakaten, -Servietten und noch vielem mehr. Das alles nur für den deutschen Nationalspieler Jerome Boateng. 

Rimstinger mussten am längsten warten

Im Vergleich mit den anderen Fanclub-Besuchen, waren die Fans in Rimsting diejenigen, die am längsten auf ihren Star warten mussten. Der Weltmeister von 2014 verspätete sich um ganze vier Stunden! Sein Flieger aus Frankfurt konnte aufgrund von Wetterproblemen nicht planmäßig abheben, nachdem er nach dem Bundesligaspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt vor Ort blieb, vermutlich um Zeit mit seinem Bruder zu verbringen. Die am Samstagabend stattfindende Weihnachtsfeier des FC Bayern besuchte er nicht, aufgrund von privaten Angelegenheiten. 

Spannung und Vorfreude stieg immer weiter

Wer aber denkt, dass die Stimmung unter der Verspätung gelitten hatte, liegt komplett falsch. Ganz im Gegenteil, die Spannung und Vorfreude auf Boateng stieg immer weiter. Das lag vermutlich auch daran, dass der FC Bayern aufgrund der Verspätung den Co-Trainer der zweiten Mannschaft und Publikumsliebling, Tobias Schweinsteiger vorbeischickte. Schweinsteiger, der im 20 Kilometer entfernten Rosenheim wohnt, unterhielt die Besucher indem er selbst über die U-23 und die Jugendarbeit der Bayern berichtete. 

Fragen-Antwort Runde mit den Fans

Ein erstes Highlight war die Fragen-Antwort Runde mit den Fans, wo sie die Gelegenheit hatten, selbst Fragen zu stellen. Zum Schluss, das durfte natürlich nicht fehlen, stand der Bruder von Nationalmannschaftsheld Schweinsteiger für Fotos und Autogramme zur Verfügung, was besonders für die Kinder ein erstes Highlight war. 

Erst einmal durfte er Brotzeit machen

Um 17.15 Uhr war es dann soweit: Ein schwarz-grauer Audi RS6 fuhr auf dem Parkplatz der Turnhalle vor. Modisch gekleidet stieg Jerome Boateng aus seinem Dienstwagen und wurde von einigen Vorstandsmitgliedern begrüßt und in die Halle geführt. Dort schritt er durch ein Spalier von Kindern, deren Hände er abklatschte, zur Bühne vor. Zu allererst ließ man ihn aber seine Brotzeit essen, die man nach seinem doch kräftezehrenden Weg nach Rimsting zur Verfügung stellte. Während Boateng wieder zu Kräften kam, stellte der Vorstandsvorsitzende Arnold den noch jungen Fanclub und Jerome Boateng vor. Nach dem Einstieg gab es einige vom Fanclub vorbereitete Fragen für Boateng, bevor man ein Video mit Highlights aus seiner Karriere zeigte. 

"Ich wollte selbst Brillen designen"

Nach einer kurzen Pause folgte, wie zuvor bei Schweinsteiger, die Frage-Antwort Runde mit den Fans. Es kamen verschiedenste Fragen auf, dabei handelt es sich um sportliche, aber auch private. "Meine Mutter hat mir jeden Morgen, bevor ich in die Schule gegangen bin, mein Brille aufgesetzt. Als ich aber aus dem Haus gegangen bin, hab ich sie in den Briefkasten geschmissen. Meine Brille hat mir damals gar nicht gefallen, deswegen wollte ich selbst Brillen designen um vielleicht Brillen zu entwerfen, die Kindern aber auch Jugendlichen gefallen.", war die Antwort auf die Frage, warum er Brillendesigner geworden ist. 

Trotz seiner Verspätung waren die Fans wie elektrisiert und hingen ihm an den Lippen, bevor es zum absoluten Highlight kam: Der Autogramm- und Fotostunde. Insgesamt kann man den Tag als vollen Erfolg verbuchen, denn trotz der vierstündigen Verspätung des Hauptakteurs blieb die Halle voll. Um halb acht war es dann soweit, Feierabend für Jerome Boateng und die Mitglieder des Fanclubs aus Rimsting verabschiedeten ihn mit den Worten: "Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn. Der Tag? Ein unvergesslicher Erfolg!"

>>So waren die Besuche von Rumenigge, Rudy, Martinez in unserer Region<<

Daniel Budimir

Quelle: rosenheim24.de

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