Rimsting verlängert Beteiligung zur Mückenbekämpfung am Chiemsee

"Bei zusätzlicher Mückenplage könnten uns die Touristen wegbrechen"

Rimsting - Sommer ist Stechmückenzeit. Das dachte sich auch die Gemeinde Rimsting. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat sie sich gegen einen Ausstieg aus der Kooperation zur Mückenbekämpfung am Chiemsee entschieden. 

Alljährlich fallen sie über den Chiemsee her und belagern Badegäste, Spaziergänger und Schwimmer gleichermaßen: Stechmücken sind für die Bewohnern der Region jeden Sommer eine echte Plage, so auch dieses Jahr. Die Gemeinde Rimsting beteiligt sich daher immer wieder an einem Projekt zur Mückenbekämpfung am Chiemsee durch den Abwasser- und Umweltverband. 


Gemeinderat beschließt Verlängerung der Mückenbekämpfung

Auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag (21. Juli) waren die Insekten wieder Thema. Auf  Nachfrage von rosenheim24.de erklärt Regina Feichtner, Leiterin der allgemeinen Verwaltung im Rathaus Rimsting, dass die Gemeinde nicht mit dem Ende des Jahres 2020 aus dem Projekt aussteigen möchte, sondern auch 2021 und 2022 wieder die Mückenbekämpfung unterstützen will. 


Ein Grund dafür sei auch, dass durch die derzeitigen Corona-Beschränkungen einige Touristen ausbleiben. Die Gemeinde möchte nicht riskieren, dass eine zusätzliche Mückenplage in den nächsten Jahren für weitere Einbrüche in der Gastronomie- und Tourismusbranche führen. Zwei Gemeinderäte stimmten für einen diesjährigen Austritt aus der Kooperation zur Mückenbekämpfung am "bayerischen Meer", die verbliebenen sprachen sich dagegen aus. Bis 2022 wird Rimsting also weiter teilnehmen, danach muss neu verhandelt werden. 

Der Antrag für die Stechmückenbekämpfung müsse nun vom Abwasser- und Umweltverband neu gestellt werden. 

Für das Jahr 2020 habe sich das Thema ohnehin erledigt, beteuert Feichtner im Gespräch. Der Pegelstand erreiche gar nicht die Bekämpfungsgrenze, man werde also wohl nicht einschreiten. 

Gemeinde Seeon-Seebruck ist bereist ausgetreten

Anders verhält es sich da in Seeon-Seebruck. Die Gemeinde steigt dieses Jahr aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung aus. Auch hier hatten besorgte Stimmen zu Vorsicht geraten. Insbesondere um die Tourismusbetrieben machten sich viele im Falle einer Stechmückenplage Sorgen. Letztlich wurde dennoch mit knapper Mehrheit ein Ausstieg beschlossen. 

jv

Quelle: rosenheim24.de

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