Energiewende: Rimsting "auf gutem Weg"

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Allerlei Anregungen zum Energiesparen gaben die Aussteller. Hans Fritz (Zweiter von rechts) zeigte das Modell eines energiesparenden Holzbaus.

Rimsting - "Wir sind wieder ein Stück vorangekommen. Die Energiewende in der Gemeinde ist auf einem guten Weg."

Dieses Fazit zog der Sprecher des Arbeitskreises "Energieautarkie für Rimsting", Gerold Schwarzer, nach dem ersten Energietag im Ort. Bürgermeister Josef Mayer freute sich im Gemeindesaal des Feuerwehrhauses, dass sich so viele Firmen und Referenten bereit erklärt hätten, den Energietag zu gestalten.

Der Bürgermeister erklärte, dass seit fast zwei Jahren in der Gemeinde die Arbeitsgruppe "Energieautarkie für Rimsting" tätig sei. Eine ganze Reihe Freiwilliger habe sich zusammengefunden und die Unabhängigkeit von der Energie von auswärts zum Ziel erklärt. Die Gemeinde, so Mayer, habe diese Bestrebungen von Anfang an begrüßt und unterstützt. Und so sei nun schon auch eine ganze Reihe von Aktionen und Aktivitäten durchgeführt worden.

Mayer erinnerte an den Austausch von alten Umwälzpumpen für Heizungsanlagen durch neue, Strom sparende in gemeindlichen Gebäuden und an die energetische Sanierung des Kindergartens in Greimharting mit dem Einbau einer neuen Pelletsheizung, die nun auch das Gemeindehaus und die Kirche mit Nahwärme versorgt. Die Straßenbeleuchtung sei größtenteils schon auf Energiesparlampen umgerüstet worden. Beim Bau der neuen Kinderkrippe werde eine weitere Fotovoltaikanlage installiert. Schließlich habe der Gemeinderat beschlossen, ein Klimaschutzkonzept aufzustellen und in diesem Zusammenhang auch eine Förderung zu beantragen.

Insgesamt werden in Rimsting derzeit laut Mayer 83 Prozent des benötigten Stroms für Privathaushalte selbst produziert. Die Gemeinde betreibe Fotovoltaikanlagen in einer Gesamtleistung von 57 Kilowattpeak. Der Bürgermeister betonte, dass die Energiewende in vielen kleinen Schritte wie etwa auch durch diese Veranstaltung zu erreichen sei.

Schwarzer lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe und der Gemeinde und den beteiligten Firmen im Rahmen der Vorbereitung des Energietages. "Man merkt, die dringend notwendige Energiewende ist in Rimsting angekommen", so Schwarzer. Er freute sich, dass das Interesse so groß gewesen und der Besucherstrom fast vier Stunden lang nicht abgerissen sei.

Die Besucher hätten positiv aufgenommen, so der Sprecher der Arbeitsgruppe weiter, dass der Energietag keine Werbeveranstaltung im üblichen Sinne gewesen sei. Die unverbindliche Beratung sei im Vordergrund gestanden. Es habe jede Menge Anschauungsmaterial "zum Anfassen" gegeben, meinte Schwarzer.

Als hochkarätig bewertete der Sprecher auch die Vorträge der einzelnen Referenten im Schulungsraum. Besonders im Vordergrund gestanden sei die Energieberatung.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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